London. Hunderte Muslime beteten während des Ramadan auf dem Londoner Trafalgar Square – und entfachten dadurch eine heftige Debatte. Premierminister Keir Starmer unterstellt der Opposition ein „Problem mit Muslimen“.
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Doch das Problem war sehr real: das Ramadan Tent Project lud zu kostenlosen „Open Iftar“-Mahlzeiten an öffentlichen Orten wie Windsor Castle und der Westminster Hall ein. Auf Videos ist zu sehen, wie Muslime infolgedessen ihre Gebetsteppiche ausbreiteten und Muezzin-Rufe über den Platz tönten. Auch Londons muslimischer Bürgermeister Sadiq Khan nahm teil.
Der konservative Abgeordnete Nick Timothy schrieb auf X: „Zu viele sind zu höflich, um das auszusprechen. Doch das rituelle Massengebet an öffentlichen Plätzen ist ein Akt der Vorherrschaft.“ Der Gebetsruf verkünde, „daß es keinen Gott außer Allah gibt und Mohammed sein Gesandter ist“. Wer diese Rituale in Moscheen vollziehen möchte, könne das tun. „Doch auf unseren öffentlichen Plätzen und gemeinsamen Einrichtungen sind sie nicht willkommen.“ Die Besetzung öffentlicher Plätze sei eine typisch islamistische Taktik.
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Premierminister Keir Starmer forderte daraufhin im Parlament, daß Konservativen-Chefin Kemi Badenoch Timothy aus der Fraktion werfen solle. Timothy habe erklärt, Muslime, die öffentlich beteten, seien „nicht willkommen“. Starmer behauptete, die Tories hätten ein „Problem mit Muslimen“. Badenoch entgegnete, Timothy verteidige nur „britische Werte“. Ein Sprecher sagte: „Religionsfreiheit bedeutet nicht die Freiheit, alles tun zu dürfen.“ Die Ausübung des Glaubens erfordere nicht die ausschließliche Nutzung öffentlicher Räume. „Das hat nichts mit Gottesdienst zu tun. Es wird zu etwas anderem, das den sozialen Zusammenhalt untergräbt.“
Auch Timothy bleibt bei seiner Kritik und verwies darauf, daß das öffentliche Gebet kein gewöhnliches Ereignis sei: „Es war nicht wie ein im Fernsehen übertragenes Fußballspiel oder eine Feier zum St. Patrick’s Day. Es war ein Akt der Vorherrschaft und damit der Spaltung. So etwas darf nicht wieder vorkommen.“ (mü)
Bild von hosny salah auf Pixabay
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