Es geht nicht nur um Verspätungen: Bahn-Chaos hat das Zeug zur Staatskrise

8. April 2026
Es geht nicht nur um Verspätungen: Bahn-Chaos hat das Zeug zur Staatskrise
National
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Foto: Symbolbild

Berlin. Das Dauerdesaster bei der Deutschen Bahn droht das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates zu untergraben. So sieht es jedenfalls Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Er sagte jetzt gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Wir dürfen nicht einreißen lassen, daß die Menschen glauben, der Staat bekommt Probleme wie marode Brücken oder notorisch verspätete Züge nicht in den Griff.“ Es sei „brandgefährlich, wenn immer mehr Menschen den Eindruck bekommen, daß der Staat nicht funktioniert.“

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Aktuelle Zahlen belegen allerdings das Ausmaß der Agonie. 2025 erreichten nur noch magere 60 Prozent der Fernzüge ihr Ziel mit weniger als sechs Minuten Verspätung – eine weitere Verschlechterung gegenüber 2024. Als Hauptgrund dafür wird der marode Zustand der Schienenwege angegeben. Die Sanierung von 42 Hochgeschwindigkeitskorridoren läuft zwar auf Hochtouren, wird sich aber bis 2036 hinziehen – aber auch nur, wenn alles nach Plan läuft.

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Auch wirtschaftlich kämpft der Konzern. Das operative Minus wuchs 2025 auf 2,3 Milliarden Euro, 0,5 Milliarden mehr als im Vorjahr. Allein die Tochter DB Fernverkehr verbuchte Einbußen von 1,4 Milliarden Euro. Mit dem Verkauf der profitablen Logistiktochter DB Schenker verlor die Bahn zudem einen wichtigen Stabilitätsanker. Der Erlös diente fast vollständig dem Schuldenabbau: die Verbindlichkeiten sanken um knapp 12 Milliarden auf immer noch gigantische 20,7 Milliarden Euro. (rk)

Bildquelle: Wikipedia/Sese_Ingolstadt, Rechte: CC BY-SA 3.0-Lizenz

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Ein Kommentar

  1. Robin Hood sagt:

    Verkehrsminister Schnieder verkennt eindeutig das Verursachungsprinzip der CDU, die unter Merkel dafür gesorgt hat,dass wichtige Infrastrukturen bei der Bahn immer wieder auf Eis gelegt worden sind.Alle in der Koaltion mit der glorreichen CDU sich befindlichen anderen Parteien seit 20 Jahren haben zugelassen,wie die Deutsche Bahn als Bundeseigentum,geradezu absichtlich an die Wand gefahren wurde.Wenn ich da an den Chef der Bahn von damals denke, wird mir schlecht.
    Herr Mehdorn hatte anstatt seine Bahn zu sanieren, lieber die eigenen Mitarbeiter ausspionieren lassen.Er hat damit die Kanzlerin mit der Raute tatkräftig an der Misere unterstützt.
    Aber das war ja bekanntlich ein Privileg zu DDR-Zeiten, da wurden auch Menschen gnadenlos ausspioniert.
    Die Bahn ist in einem jämmerlichen Zustand und bedarf deshalb „eiserne Besen“, die den Saustall endlich ausmisten.
    Wie eine Bahn richtig funkionieren kann, sollten sich alle Manager,alle Vorstände in der Schweiz oder in Österreich ansehen,da klappt die Bahn hervorragend.
    Dort wird die Bahn auch ausreichend seit Jahrzehnten subventioniert und das ist in beiden Ländern zum Wohle der Bevölkerung auch erwünscht.Dafür zahlen diese Nationen gerne Milliarden, die im Lande bleiben.
    Und bei uns?
    Seit Jahrzehnten bringt es keine Regierung auch nur annähernd fertig,die Bahn so zu finanzieren,dass sie ihre Hausaufgaben für die Bevölkerung erledigen kann.
    Die Bahn in diesem Zustand ist eine Schande für das angeblich hochtechnisierte Deutschland.
    Es ist eine Schande.

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