Berlin. Das Dauerdesaster bei der Deutschen Bahn droht das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates zu untergraben. So sieht es jedenfalls Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). Er sagte jetzt gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Wir dürfen nicht einreißen lassen, daß die Menschen glauben, der Staat bekommt Probleme wie marode Brücken oder notorisch verspätete Züge nicht in den Griff.“ Es sei „brandgefährlich, wenn immer mehr Menschen den Eindruck bekommen, daß der Staat nicht funktioniert.“
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Aktuelle Zahlen belegen allerdings das Ausmaß der Agonie. 2025 erreichten nur noch magere 60 Prozent der Fernzüge ihr Ziel mit weniger als sechs Minuten Verspätung – eine weitere Verschlechterung gegenüber 2024. Als Hauptgrund dafür wird der marode Zustand der Schienenwege angegeben. Die Sanierung von 42 Hochgeschwindigkeitskorridoren läuft zwar auf Hochtouren, wird sich aber bis 2036 hinziehen – aber auch nur, wenn alles nach Plan läuft.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Auch wirtschaftlich kämpft der Konzern. Das operative Minus wuchs 2025 auf 2,3 Milliarden Euro, 0,5 Milliarden mehr als im Vorjahr. Allein die Tochter DB Fernverkehr verbuchte Einbußen von 1,4 Milliarden Euro. Mit dem Verkauf der profitablen Logistiktochter DB Schenker verlor die Bahn zudem einen wichtigen Stabilitätsanker. Der Erlös diente fast vollständig dem Schuldenabbau: die Verbindlichkeiten sanken um knapp 12 Milliarden auf immer noch gigantische 20,7 Milliarden Euro. (rk)
Bildquelle: Wikipedia/Sese_Ingolstadt, Rechte: CC BY-SA 3.0-Lizenz
Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin