Politische Schnittmengen mit der AfD: Wagenknecht erneut gegen „Brandmauer“

10. März 2026
Politische Schnittmengen mit der AfD: Wagenknecht erneut gegen „Brandmauer“
National
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Foto: Symbolbild

Berlin. Sahra Wagenknecht plädiert erneut für einen veränderten Umgang mit der AfD. In einem Gastbeitrag für die „Ostdeutsche Allgemeine“ attackiert die BSW-Gründerin die „Brandmauer“ der anderen Parteien gegen die AfD mit Nachdruck: „Ächtung und Ausgrenzung fördern Radikalisierung, Regierungsaussichten fördern Anpassung“, argumentiert sie. Die Abschottung sei „ein demokratischer Irrweg“, der letztlich nur der AfD nütze.

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Wagenknecht zieht dabei einen historischen Vergleich mit der früheren DDR: „Ältere Ostdeutsche erinnern sich, daß ihnen schon einmal eine Mauer als ‚antifaschistischer Schutzwall‘ verkauft wurde“, schreibt sie und fügt hinzu: „Anders als an der innerdeutschen Grenze wird an der Brandmauer immerhin nicht mit scharfer Munition geschossen. Aber eine Parallele gibt es: das, worüber geredet wird, ist nicht das, worum es geht.“

Die hohen Zustimmungswerte für die AfD in Mitteldeutschland führt die BSW-Chefin auf ein spezifisches Sensorium der dortigen Bevölkerung zurück: ein „besonders feines Gespür für Propaganda“, das aus der DDR-Erfahrung resultiere. „Wer damit aufgewachsen ist, anzuzweifeln, was die ‚Aktuelle Kamera‘ allabendlich verkündet, wird sich auch von der ‚Tagesschau‘ nicht so leicht einen Bären aufbinden lassen.“

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Gleichzeitig sieht sie eine große Schnittmenge zwischen den Wählern ihrer Partei und denen der AfD. Beide Gruppen wünschten sich keine extremistische Politik, sondern praktische Lösungen: erschwingliche Preise, bessere Bildung, weniger Kriminalität und ein funktionierendes Gemeinwesen.

Mit den „Brandmauer-Parteien“ will das BSW künftig nicht mehr koalieren. Wagenknecht räumte ein, daß ihre Partei sich in diesem Punkt habe übervorteilen lassen – „von den alten Platzhirschen“ – und dadurch „kurzfristig viel Sympathie verspielt“ habe. Diesen „schweren Anfängerfehler“ werde man nicht wiederholen. Ob eine Koalition mit der AfD für sie eine denkbare Alternative wäre, ließ Wagenknecht in ihrem Beitrag jedoch offen. (rk)

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Ein Kommentar

  1. Robin Hood sagt:

    Wer vor Wahlen eine selbstständige Politik im Sinne der Wählerinnen und Wähler verspricht und sich dann aber nach den Wahlen ins „Bett“ mit diesen verkommenen Platzhirschen legt, braucht sich dann nicht zu wundern,dass dann der Schuss nach hingen los geht.
    So geschehen nach den Wahlen in den Ost-Bundesländern, die nicht dümmer sind als die Etablierten es versuchen zu kaschieren.
    Der mündige Bürger hatte sich eigentlich vorgestellt,dass die BSW zu ihrem Wort steht und eine Koalition mit den Versager-Parteien damit ausschließen würde.
    Es ist wie bekannt jedoch anders geschehen.
    Jetzt ist anscheinend diesem BSW endlich ein Licht aufgegangen.
    In den ostdeutschen Ländern hätte die BSW zusammen mit der erstarkten AFD durchaus eine Chance,
    die politische Macht zusammen zu übernehmen.
    Dazu gehört aber Mut und Entschlossenheit.

    Das setzt jedoch voraus,dass dieses Mal die BSW nicht wieder nach der Wahl umfällt und sich
    erneut den politischen Chaoten anschließen will.
    Wenn das geschehen sollte in diesem Jahr, wäre die BSW ein für alle Mal erledigt.
    Das weiß jetzt anscheinend auch Frau Wagenknecht.

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