Berlin. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) ist nicht zu beneiden – aber das liegt womöglich an der Politik, die er vertritt: zuerst floppt die Litauen-Brigade, ein deutsches Prestigeprojekt, für die sich viel zu wenige Freiwillige melden. Und jetzt wird die Fragebogen-Aktion im Rahmen des neuen Wehrdienstgesetzes ebenso zum Reinfall: nur die Hälfte der Männer antwortet – obwohl sie dazu verpflichtet sind. Bei den Frauen, die freiwillig antworten können, liegt die Quote bei mageren sechs Prozent.
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Insgesamt 40.000 Fragebögen wurden nach Pistorius´ Angaben bis Anfang Februar versandt. Betroffen sind knapp 700.000 Personen, die bei Volljährigkeit einen QR-Code erhalten, über den sie Angaben zu ihrer Eignung und Dienstbereitschaft machen können. Wie das RedaktionsNetzwerk Deutschland aus Koalitionskreisen erfuhr, hat bislang nur ein Viertel aller Befragten geantwortet. Wie viele davon tatsächlich bereit wären, zur Bundeswehr zu gehen, geht aus den Zahlen nicht hervor.
Dabei müssen männliche 18jährige innerhalb von vier Wochen antworten. Bei Zuwiderhandlung oder falschen Angaben droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro. Wer geeignet und bereit ist, wird zur Musterung geladen. Ab 2027 sollen dann alle jungen Männer gemustert werden. Wer unentschuldigt fernbleibt, kann von der Polizei vorgeführt werden.
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Die Wehrdienstreform sieht vor, daß der Dienst an der Waffe freiwillig bleibt. Nur die Erfassung per Fragebogen ist Pflicht. Ziel ist es, die Truppe von derzeit 184.000 auf bis zu 270.000 Soldaten zu verstärken. Sollte das auf freiwilliger Basis nicht gelingen, droht die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Angesichts der bisherigen mageren Resonanz wird es wohl darauf hinauslaufen. (rk)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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