Pistorius´ Prestigeprojekt wackelt: Zu wenige Freiwillige für die Litauen-Brigade

19. Februar 2026
Pistorius´ Prestigeprojekt wackelt: Zu wenige Freiwillige für die Litauen-Brigade
National
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Foto: Symbolbild

Berlin/Wilna. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz meldete Bundeskanzler Merz (CDU) einen deutschen Führungsanspruch bei den künftigen europäischen Verteidigungsanstrengungen an. Auch im Inland wird seit langem für die „Kriegstüchtigkeit“ des Landes getrommelt. Umso peinlicher, daß alle Ertüchtigungsbemühungen ausgerechnet bei einem Prestigeprojekt der deutschen Aufrüstung offenbar ins Leere laufen: für die dauerhaft im Ausland stationierte Litauen-Brigade der Bundeswehr fehlen die Soldaten. Wie der „Spiegel“ berichtet, bleibt die Zahl der Freiwilligen weit hinter den Erwartungen zurück – obwohl der Minister versprochen hatte, nur Soldaten zu entsenden, die sich freiwillig für den zweijährigen Einsatz an der NATO-Ostflanke melden.

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Interne Unterlagen geben ein ernüchterndes Bild preis. Beim Panzerbataillon 203 aus Augustdorf, das 414 Soldaten für Litauen stellen soll, haben sich lediglich 197 Bewerber gemeldet. Noch bescheidener ist die Lage beim Panzergrenadierbataillon 122: von 640 eingeplanten Dienstposten konnten nur 181 besetzt werden. Für die übrigen Teileinheiten der Brigade – Artillerie, Aufklärer, Pioniere und Unterstützungskräfte – werden 1971 Soldaten gesucht. Auch hier fällt die bisherige Bilanz dürftig aus: nur 209 Freiwillige haben sich beworben, das sind gerade einmal rund 10 Prozent. In einer vertraulichen Vorlage aus dem Pistorius-Ministerium heißt es denn auch: „Freiwilligenbewerbungen sind nicht ausreichend.“

Dabei hatte Pistorius bei der Ankündigung im Juni 2023 viel versprochen. Üppige Zulagen, deutsche Schulen für die Kinder der Soldaten und Hilfe bei der Jobsuche für Ehepartner sollten den Standort Litauen attraktiv machen. Doch ersichtlich reicht das nicht.

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Das Heer will nun mit einer Werbe-Offensive reagieren. 43.000 Informationsschreiben werden verschickt, mit Tagesausflügen nach Litauen sollen Interessenten die Kasernen vor Ort gezeigt werden. Ein weiterer Vorschlag sieht die Verkürzung der „Mindeststehzeit“ auf ein Jahr vor. Intern wird sogar diskutiert, ob jetzt nicht die Freiwilligkeit für das Litauen-Prestigeprojekt aufgegeben werden muß.

Das Verteidigungsministerium gibt sich unterdessen gelassen. Die Zahlen seien lediglich „ein Zwischenstand von Ende letzten Jahres“, man sei optimistisch, die 5000 Frauen und Männer für die Brigade aufbringen zu können. Doch der Zeitplan ist ehrgeizig und läßt nicht viel Spielraum: noch im laufenden Jahr sollen alle Verbände einschließlich der Teileinheiten aufgestellt werden, 2027 beginnt dann die Verlegung. Ob sich bis dahin genügend Freiwillige finden, steht in den Sternen. Für die von Pistorius beschworene Kriegstüchtigkeit ist das kein gutes Omen. (he)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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3 Kommentare

  1. Bernd Sydow sagt:

    Es ist eine Schnapsidee sondergleichen, in Litauen eine Brigade der Bundeswehr zu stationieren! Zu welchem Zweck denn, etwa zur Abschreckung gegenüber dem „bösen Aggressor“ Putin? Sollte es zum Krieg zwischen der Russischen Föderation und den östlichen NATO-Staaten kommen, was ich für weitgehend ausgeschlossen halte, würde die russische Streitmacht die baltischen Staaten – also auch die dort stationierte Bundeswehr-Brigade – überrennen wie einst die Hunnen das christliche Abendland.

    Im Kreml hat man längst registriert, daß das Interesse deutscher Soldaten an der Litauen-Brigade äußerst bescheiden ist. Denn das Gros der Deutschen weiß, daß die vermeintliche Bedrohung durch Putins Rußland ein Hirngespinst seiner politischen Entscheidungsträger ist. Klüger wäre es, unsere Bundeswehr gegen die nicht-deutschen Messerstecher und Auto-Attentäter (Gefährder) hierzulande in Stellung zu bringen!

  2. Hans S. II sagt:

    Litauen ist nicht Deutschlands Verbündeter, sondern Deutschlands Feind, denn es hat 1923 mitten im Frieden das Memelland überfallen und hält es seitdem rechtswidrig besetzt!

  3. Mark sagt:

    Die perfide Hinterhältigkeit der „westlichen“ Politik gegenüber dem eigenen Land ist zu offensichtlich geworden. Allein dafür sind es diese politischen Akteure einfach nicht wert, dafür als Soldat den Kopf hinzuhalten. Wäre ich heute in dem jungen Alter, würde ich den Dienst in der Truppe verweigern. Sollen sich die Polit-Bonzen und ihre „Geschäftsleute,“ die die Ukraine aufgekauft hatten, doch selber an die Ostflanke stellen. Für ihre „westlichen Werte“ versteht sich.

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