„Demographische Zeitbombe“: Forscher warnt vor Turbo-Einbürgerung

4. Januar 2026
„Demographische Zeitbombe“: Forscher warnt vor Turbo-Einbürgerung
Kultur & Gesellschaft
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Foto: Symbolbild

Berlin. Die US-Administration unter Donald Trump warnt seit ihrem Amtsantritt eindringlich vor der irreversiblen Überfremdung und Islamisierung europäischer Länder – ausdrücklich auch Deutschlands. Jetzt erhält sie Zustimmung von einem prominenten Experten: der niederländische Migrationsforscher Ruud Koopmans äußerte dieser Tage scharfe Kritik an der deutschen Einbürgerungspraxis. Im Gespräch mit dem Magazin „Cicero“ warnt er vor den langfristigen Folgen einer schnellen Verleihung des Passes. „Man muß darüber nachdenken, ob man Flüchtlingen so schnell Zugang zur deutschen Staatsangehörigkeit bieten sollte. Wenn sie deutsche Staatsangehörige sind, gibt es keine Begrenzung für Familienmigration. Dann ist jede Möglichkeit, diese Migrationsströme noch zu steuern, vergangen“, sagt Koopmans. Er sieht in dieser Politik eine „demographische Zeitbombe“.

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Zwar wurde die umstrittene „Turbo-Einbürgerung“ nach nur drei Jahren Aufenthalt wieder gestoppt. Dennoch können Schutzsuchende unter bestimmten Bedingungen bereits nach fünf Jahren eingebürgert werden. Für Koopmans ist dieser Zeitraum viel zu kurz. Er fordert, diesen Schritt erst nach mindestens zehn Jahren zu erwägen. „Wenn das nach zehn Jahren immer noch der Fall ist, muß man irgendwann sagen: Okay, die Leute sind jetzt so lange hier, daß wir ihnen eine dauerhafte Perspektive bieten müssen. Aber dies schon nach fünf Jahren zu tun, halte ich für falsch.“

Seine Sorge gilt besonders der großen Gruppe syrischer Geflüchteter, die nahezu eine Million Menschen umfaßt. Unter ihnen seien überproportional viele Männer, die ihre Ehepartner typischerweise im Herkunftsland suchten. „Heirat ist in diesen Gesellschaften auch ein ökonomisches Geschäft zwischen Familien, und das Ticket nach Europa ist ein wichtiges Tauschmittel“, erklärt der Wissenschaftler.

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Dieser Familiennachzug könne die Bevölkerungszahlen langfristig massiv verändern. Koopmans zieht einen Vergleich zu früheren Gastarbeiter-Gruppen. „Von 1973, dem Jahr des Anwerbestopps, bis heute hat sich diese Gruppe zahlenmäßig versechs- bis versiebenfacht. Wenn wir das Gleiche für die Syrer annehmen – und es gibt keinen Grund, das nicht anzunehmen –, dann haben wir in 50 Jahren sieben Millionen Syrer oder syrischstämmige Bürger in Deutschland.“ Hinzu kämen weitere zahlenmäßig starke Gruppen aus Ländern wie Afghanistan oder dem Irak.

Der Kern des Flüchtlingsschutzes liege im temporären Charakter, solange die Gefahr in der Heimat anhalte, erinnert Koopmans. Die rasche Einbürgerung hingegen untergrabe dieses Prinzip und öffne ungesteuerten Migrationsbewegungen Tür und Tor. (mü)

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