Irre Forderung im EU-Parlament: Ungarn soll aus dem Schengen-Raum ausgeschlossen werden

9. September 2024

Brüssel/Budapest. Die Zentrifugalkräfte in der EU werden größer. Jetzt fordern 63 Europaabgeordnete verschiedener Parteien in einem Brief an die Kommission den formellen Ausschluß Ungarns aus dem Schengen-Raum. Als Grund werden Visaerleichterungen für Russen und Weißrussen in Ungarn genannt.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Hintergrund ist, daß Ungarn die Einreise für ausländische Staatsbürger erleichtert hat. Mit der „Nationalkarte“ (Nemzeti Kártya) können ausländische Staatsbürger für bis zu zwei Jahre in Ungarn leben und arbeiten. Die Karte kann nur von Bürgern bestimmter osteuropäischer Staaten beantragt werden, die nicht bereits Teil des Schengen-Raums sind. Ungarn will damit seinen Arbeitsmarkt für Menschen aus diesen Staaten öffnen. Zunächst ging es bei der Einführung der Karte um Serben und Ukrainer. Vor einiger Zeit nun hat Budapest die Nationalkarte auch auf Bürger Rußlands und Weißrußlands ausgedehnt. Damit stellt Budapest auf nationaler Ebene nur jenen Zustand wieder her, der geltende Regel war, ehe die EU das Visaabkommen mit beiden Ländern suspendierte.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Schon seit Wochen laufen EU-Funktionäre gegen die ungarische Neuregelung Sturm. Und jetzt wollen 63 Abgeordnete des Europäischen Parlaments Ungarn gar aus dem Schengen-Raum ausschließen. Sollte dieses Ansinnen durchgesetzt werden, würden an den Grenzen zwischen Ungarn und anderen europäischen Staaten wieder Grenzkontrollen eingeführt.

In einer Debatte im Ausschuß für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments am 4. September erklärte Ylva Johansson, die schwedische EU-Kommissarin für Inneres, Rußland zur Bedrohung für die Europäische Union, die Demokratie und den Frieden. Alle Anstrengungen müßten unternommen werden, um das Risiko zu minimieren, das russische und weißrussische Staatsangehörige für die EU darstellten. Doch diese Argumentation geht völlig daneben – denn die überall sonst sperrangelweit offenen EU-Außengrenzen stellen nicht nur für etwaige russische Spione, sondern auch für hunderttausende illegale Migranten keinerlei Hindernis dar.

Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk rief deshalb zur Mäßigung auf und erklärte: „Der Ausschluß von Schengen wäre auch der Anfang von Ungarns Austritt aus der Europäischen Union. Wir sollten vorsichtig damit sein, Länder aus der Europäischen Union auszuschließen.“ (mü)

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin

2 Kommentare

  1. DeSoon sagt:

    Strafe einen erzieh die anderen Aufmüpfigen in der EU. Wer aus der Reihe tanzt wird sanktioniert. Tolles Staatenbündnis. Raus aus dieser EU.Rette sich wer kann.

  2. Bernd Sydow. sagt:

    Nein, nicht russische und weißrussische Staatsbürger stellen eine Bedrohung für
    die innere Sicherheit der Europäischen Union dar, sondern die hunderttausenden illegalen Migranten, die man über die Jahre weitgehend unkontrolliert in die EU einströmen ließ! Daß die schwedische EU-Kommissarin für Inneres Ylva Johansson dieses Faktum partout nicht wahrhaben will, kann auch als Sicherheitsrisiko interpretiert werden.
    Immer wieder werden in EU-Mitgliedsstaaten – in letzter Zeit vor allem in Deutschland – Messerattacken von Islamisten auf arglose Passanten mit eindeutiger Tötungsabsicht verübt. Dagegen habe zumindest ich von russischen bzw. weißrussischen Messerstechern noch nichts gehört.

    Ich finde es skandalös, daß führende Funktionäre in der EU-Kommission dermaßen realitätsblind sind!

Schreibe einen Kommentar

Die maximale Zeichenanzahl bei Kommentaren ist auf 2000 begrenzt.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert