Sachsen bald auf Westniveau: Jeden Tag zehn brutale Gewaltdelikte

8. August 2024
Sachsen bald auf Westniveau: Jeden Tag zehn brutale Gewaltdelikte
National
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Foto: Symbolbild

Dresden. Sachsen, überhaupt die östlichen Bundesländer, gelten im Vergleich zu Westdeutschland immer noch als relativ sicher. Doch der Schein trügt, und die Entwicklung ist fatal: in Sachen Kriminalität zieht der Osten mit Hochdruck nach.

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Eine Anfrage des sächsischen AfD-Landtagsabgeordneten Sebastian Wippel brachte es an den Tag: wie aus der Antwort der Staatsregierung hervorgeht, wurden allein im ersten Halbjahr im Freistaat 1.864 Straftaten mit Waffen oder gefährlichen Gegenständen registriert. Besonders häufig waren Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Statistisch ereignen sich demnach in Sachsen jeden Tag 10,2 Straftaten mit Waffen oder gefährlichen Gegenständen.

Die Informationen aus dem Sächsischen Innenministerium basieren auf Daten des Polizeilichen Auskunftssystems Sachsen (PASS).

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Die regionale Aufschlüsselung des Verbrechensgeschehens zeigt, daß die Städte Leipzig, Dresden und Chemnitz mit 373, 304 und 169 Fällen die höchsten Zahlen aufweisen. Auch der Erzgebirgskreis und der Landkreis Zwickau fallen mit 113 beziehungsweise 133 Fällen negativ auf.

Hinsichtlich der verwendeten Waffenarten dominieren Stichwaffen mit 1.000 Fällen, gefolgt von Schußwaffen (533 Fälle) und Hiebwaffen (283 Fälle). In 111 Fällen wurde der Begriff „Waffe“ ohne nähere Beschreibung verwendet.

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Die Untersuchung der Tatverdächtigen ergab, daß von den 1.484 ermittelten Personen 948 deutsche Staatsangehörige waren, davon 24 mit einer weiteren Staatsangehörigkeit. 536 Tatverdächtige waren ausländische Staatsangehörige. Eine genaue Zuordnung der Waffenarten zu den Staatsangehörigkeiten der Tatverdächtigen war aufgrund von Mehrfachnennungen und der Beteiligung mehrerer Tatverdächtiger mit unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten nicht möglich. (rk)

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