Anklage wegen Kirchenspaltung: Erzbischof Viganò droht die Exkommunikation

1. Juli 2024
Anklage wegen Kirchenspaltung: Erzbischof Viganò droht die Exkommunikation
International
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Foto: Symbolbild

Rom. Der frühere Nuntius des Vatikans in den USA, der italienische Erzbischof Carlo Maria Viganò, hat in den letzten Jahren immer wieder mit spektakulären Mahnschreiben und Verlautbarungen von sich reden gemacht, in denen er vor der globalistischen Agenda und ihren verhängnisvollen Auswirkungen warnte. Innerkirchlich wird Viganò dem traditionalistisch-konservativen Lager zugerechnet.

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Jetzt will der Vatikan offenbar gegen den streitbaren Bischof durchgreifen. Er sei wegen des Verdachts des Kirchenspaltung, der Leugnung der Legitimität des Papstes und der Ablehnung des Zweiten Vatikanischen Konzils angeklagt, erklärte Viganò selbst im Onlinedienst X. Kirchenspaltung – ein sogenanntes Schisma – gilt im Vatikan als Straftat und wird mit Exkommunikation bestraft.

Wie aus einem Dokument des vatikanischen Dikasteriums der Glaubenslehre hervorgeht, wurde Viganò am Donnerstag über die Anklage im Rahmen eines außergerichtlichen Strafverfahrens informiert. Der 83jährige Erzbischof, hatte Papst Franziskus 2018 zum Rücktritt aufgefordert, da dieser Mißbrauchsvorwürfe gegen den damaligen US-Kardinal Theodore McCarrick fünf Jahre lang ignoriert und Strafmaßnahmen aufgehoben habe.

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Zur Anklage selbst erklärte Viganò, er betrachte diese als „Ehre“. Und zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962 – 1965), das mit zahlreichen Neuerungen in der Kirche einherging, sagte er, die damals gefaßten Beschlüsse stellten einen „ideologischen, theologischen, moralischen und liturgischen Krebs“ dar. Die „synodale Kirche“ von Papst Franziskus sei dessen „notwendiges Geschwür“.

Viganò hat es inzwischen abgelehnt, sich vor dem Dikasterium wegen der Vorwürfe zu verteidigen. Er werde die ihm gesetzte Frist ignorieren, denn: „Ich habe nicht die Absicht, mich einem Schauprozeß zu unterziehen, in dem diejenigen, die mich unparteiisch beurteilen sollen, um die katholische Orthodoxie zu verteidigen, gleichzeitig diejenigen sind, die ich der Häresie, des Verrats und des Machtmißbrauchs beschuldige.“

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In der Sache selbst hält der frühere Nuntius an seinen Vorwürfen fest. Nicht er habe sich eines Schismas schuldig gemacht, sondern Papst Franziskus: „Bergoglios [bürgerlicher Name des Papstes; d. Red.] ‚Kirche‘ ist nicht die katholische Kirche, sondern die ‚konziliare Kirche‘, die aus dem Zweiten Vatikanischen Konzil hervorgegangen ist und kürzlich in die nicht weniger häretische ´synodale Kirche´ umbenannt wurde. Wenn ich von dieser ‚Kirche‘ als durch Schisma getrennt erklärt werde, wird dies für mich ein Grund zur Ehre und zum Stolz sein“, erklärte er. (mü)

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