Zum 80. Jahrestag der Invasion: Frankreich macht gegen Rußland mobil

6. Juni 2024
Zum 80. Jahrestag der Invasion: Frankreich macht gegen Rußland mobil
International
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Foto: Symbolbild

Paris/Moskau. Gefährliche Symbolpolitik: ausgerechnet zum 80. Jahrestag der Invasion in der Normandie will der französische Präsident Macron den Einstieg in eine neue Phase des Ukrainekrieges bekanntgeben. Er will demnach offiziell die Entscheidung über eine erste Entsendung französischer Soldaten in die Ukraine verkünden. Diese sollen vorerst „nur“ als Ausbilder und Spezialisten ins Kriegsgebiet geschickt werden.

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Unterdessen bestätigte ein ranghoher französischer Militär, daß sich längst französische Spezialisten und auch Soldaten in der Ukraine befänden. Oberst a.D. Peer de Jong, früherer Berater der Präsidenten François Mitterrand und Jacques Chirac sowie Ex-Kommandeur des 3. Marineinfanterie-Regiments der französischen Streitkräfte, räumte laut der rechten Zeitschrift „Valeurs actuelles“ ein, die Spezialisten seien zum Beispiel als Begleitpersonal für Waffenlieferungen in die Ukraine geschickt worden. Die jetzt bevorstehende Entsendung französischer Soldaten habe allerdings eine neue Qualität, da sie nicht mehr nur wenige, sondern eine beträchtliche Zahl an Franzosen umfasse, die zudem ganz offiziell ins Kriegsgebiet verlegt werden.

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Élie Tenenbaum, Direktor des Centre des Études de Sécurité am Institut français des relations internationales (Ifri), ergänzte, daß Frankreich mit seiner Truppenentsendung voraussichtlich nicht allein sein werde. Denkbar sei vielmehr eine „Koalition der Willigen“. Polen, die Tschechische Republik und einige baltische Staaten hätten dazu bereits ihr Einverständnis erklärt.

Moskau hat unterdessen angekündigt, daß die westlichen Soldaten „eine völlig legitime Zielscheibe für unsere Streitkräfte“ darstellten, wie Außenminister Lawow jüngst bei einem Besuch in der Republik Kongo erklärte.

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Daß Macron ausgerechnet die Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der alliierten Invasion in der Normandie zur Kulisse für seine Ankündigung auserkoren hat, kommt einer Farce gleich: denn damals gehörte Rußland bzw. die UdSSR selbst der alliierten Koalition an. Heute dagegen wurde Rußland nicht eingeladen, an den Feierlichkeiten teilzunehmen – sehr wohl dagegen Kanzler Scholz als Vertreter der damaligen Kriegsgegner und der ukrainische Präsident Selenskyj als Vertreter einer gegen Rußland in Stellung gebrachten Ukraine. (mü)

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