Rätselraten um Drohnenangriff auf den Kreml: Medwedew ruft zur „Eliminierung“ Selenskyjs auf

5. Mai 2023
Rätselraten um Drohnenangriff auf den Kreml: Medwedew ruft zur „Eliminierung“ Selenskyjs auf
International
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Foto: Symbolbild

Kiew/Moskau. Der Krieg in der Ukraine hat durch den Angriff zweier Drohnen auf den Moskauer Kreml in der Nacht zu Mittwoch einen neuen Höhepunkt erreicht. Die beiden Drohnen sollen abgeschossen worden sein. Im Internet kursieren Videos, die einen der Abschüsse über dem Kremlgelände zeigen sollen.

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Aus dem Kreml verlautete im Laufe des Tages, für Präsident Putin habe keine Gefahr bestanden. Dieser werde seinen geplanten Amtsgeschäften nachgehen. Putin selbst hat sich bislang (Stand: Mittwochabend) nicht zu dem Vorfall oder zu russischen Reaktionen darauf geäußert. Das ist möglicherweise darin begründet, daß es bislang offenbar keine Beweise dafür gibt, daß der Angriff auf das Konto der Ukraine geht.

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Der ukrainische Präsident Selenskyj ebenso wie sein Sprecher wiesen im Laufe des Mittwochs Anschuldigungen zurück, man habe ein Attentat gegen Putin versucht. „Wir greifen Putin nicht an, wir überlassen das einem Tribunal“, sagte Selenskyj.

Der frühere russische Präsident und heutige stellvertretende Vorsitzende des nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, forderte hingegen als Reaktion auf den mutmaßlichen ukrainischen Angriff die „physische Eliminierung“ Selenskyjs. „Nach dem heutigen Terrorakt gibt es keine andere Variante als die physische Eliminierung Selenskyjs und seiner Clique“, schrieb er auf Telegram.

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In seinen Augen werde Selenskyj „zur Unterzeichnung der Kapitulation der Ukraine nicht gebraucht“, schrieb Medwedew. „Wie bekannt ist, hat auch Hitler keine unterschrieben.“ Es werde sich sicherlich in der Ukraine ein Stellvertreter wie Hitlers kurzzeitiger Nachfolger, Admiral Karl Dönitz, finden. (mü)

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Ein Kommentar

  1. mayer sagt:

    Aber auch den Russen kann man nicht vorwerfen, vergessen zu haben, wie die kommunistische dogmatische Rhetorik funktioniert. Man sollte den russischen Positionen gegenüber etwas mehr Vorsicht walten lassen: Der Bolschewik verschwindet nicht, er transformiert sich nur. Und wenn sein Frühling kommt, schlüpft er als „Befreier vom Faschhismus“ aus seinem Kokon.

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