Rußland gliedert vier neue Oblaste ein: Putin kündigt das Ende der „westlichen Hegemonie“ an

4. Oktober 2022
Rußland gliedert vier neue Oblaste ein: Putin kündigt das Ende der „westlichen Hegemonie“ an
International
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Foto: Symbolbild

Moskau. Früher als ursprünglich geplant, hat der Kreml bereits am Freitag die formelle Eingliederung der vier Abstimmungsgebiete in der Ostukraine in die Russische Föderation vollzogen. In einer Zeremonie in Anwesenheit mehrerer hundert Vertreter der politischen und gesellschaftlichen Führung des Landes leisteten zuerst Kremlchef Putin und darauf die Vertreter der Beitrittsgebiete Lugansk, Donezk, Cherson und Saporoschje ihre Unterschrift unter die Beitrittsurkunden. Die vier Regionen gelten damit ab sofort als vollwertiger Bestandteil der Russischen Föderation.

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Zuvor hatte Kremlchef Putin in einer 37-minütigen Grundsatzrede nochmals die Vorgeschichte des nunmehrigen Beitritts rekapituliert, rechnete in diesem Zusammenhang aber auch grundsätzlich mit dem Westen, seinen Eliten und ihren „Werten“ ab. Die bisherige westlich dominierte Weltordnung unter der Führung der USA beruhe auf der weltweiten Ausplünderung von Ressourcen und der Mißachtung der Souveränität anderer Länder.

Wörtlich sagte Putin unter anderem: „Die westlichen Länder behaupten seit Jahrhunderten, daß sie anderen Nationen Freiheit und Demokratie bringen. Das genaue Gegenteil ist der Fall: Statt Demokratie ist es Unterdrückung und Ausbeutung; statt Freiheit ist es Versklavung und Gewalt. Die gesamte unipolare Weltordnung ist von Natur aus antidemokratisch und unfrei, sie ist eine Lüge und durch und durch Heuchelei.“

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Bemerkenswerterweise erwähnte Putin in diesem Kontext auch die Zerstörung deutscher Städte im Zweiten Weltkrieg: „Ich möchte daran erinnern, daß die USA während des Zweiten Weltkriegs zusammen mit den Engländern Dresden, Hamburg, Köln und viele andere deutsche Städte in Schutt und Asche gelegt haben, ohne daß dafür eine militärische Notwendigkeit bestand.“

Mit Blick auf die derzeitige Weltlage erinnerte der Kremlchef darüber hinaus daran, daß „die USA Deutschland, Japan, die Republik Korea und andere Länder immer noch besetzt [halten] und (…) sie gleichzeitig zynisch als gleichwertige Verbündete [bezeichnen]. Hören Sie, was ist das eigentlich für ein Bündnis? Die ganze Welt weiß, daß die Führer dieser Länder überwacht und ausspioniert und nicht nur in ihren Büros, sondern auch in ihren Wohnungen abgehört werden. Das ist eine wirkliche Schande.“

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Putin machte allerdings deutlich, daß die „unipolare“ Weltordnung unter Führung der USA nunmehr zu Ende gehe. Man registriere, daß sich auch in Westeuropa eine „Befreiungsbewegung gegen die unipolare Hegemonie“ formiere. Dem Kampf Rußlands um seine Souveränität und Integrität komme im aktuellen Konflikt eine besondere Vorreiterrolle zu. Rußland lehne die Werte des Westens – die sich mittlerweile als „regelrechter Satanismus“ manifestierten – ab und wolle auch künftig nach seinen eigenen Traditionen leben. „Der bereits begonnene Zusammenbruch der westlichen Hegemonie ist unumkehrbar. Und ich wiederhole: So wie früher wird es nicht mehr sein.“

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Putin schloß seine Rede mit einem Zitat des nationalkonservativen russischen Philosophen Iwan Iljin (1883–1954), der seit den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts gegen die bolschewistischen Machthaber agitierte und schon seit längerem als „Hausphilosoph“ des Kremlchefs gilt. (mü)

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5 Kommentare

  1. Winnetou Apatschi sagt:

    …. und was passiert nun? Was sind seine Pläne?

  2. Peter Lüdin sagt:

    V. Putin bestellt sein letztes Aufgebot. Anstatt sich mit Würde aus dem Krieg zu ziehen, sendet er eine kaputte Armee, die zur Lächerlichkeit verdammt ist. Wie lange muss man sich eigentlich noch mit diesem Typen rumärgern.

  3. wana sagt:

    Wenn jetzt nicht alles dafür getan wird, dass dieser Massenmörder und Kriegsverbrecher gestoppt wird, werden wir oder unsere Kinder das noch bereuen, wenn Putin eines beweisen hat, dann dass Russland nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch heute ein Aggressor und Landräuber ist, und dass er das Völkerrecht nicht für sich achtet.

  4. Spionageabwehr sagt:

    Laß ja die Hand los
    Wenn ein großes Rad (Angelsachsen) den Hügel hinabrollt,
    Damit dirs nicht den Hals breche
    Wenn du ihm folgst.

    Wenn aber das große Rad (China ubd Russland) den Hügel hinaufgeht
    Lass dichs nachziehn.
    (König Lear)

  5. Spionageabwehr sagt:

    Russland hat damit die Trennung von den Angelsachsen vollzogen

    Putin hat klar begründet dass es die Angelsachsen waren
    die Nordstream, Europas Energieversorgung, zerstört haben.
    Auch Chinas Staatsorgan Global Times stimmt Putin hier zu.

    Wenn wir Zeitenwende und bevorstehenden Krieg überstehen wollen,
    müssen wir mit Russland und China zusammengehen.
    Und uns von den Angelsachsen erlösen.
    Ebenso von dem Warschauer Terrorhelfer-Regime,
    das die Anschläge auch noch bejubelt.

    Unsere (sogar in in ihren Privathäusern) totalüberwachten Politiker können das nicht.
    Das müssen wir selbst tun,
    egal wo wir sind.

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