Zufall eher unwahrscheinlich: Wer zerstörte Nord Stream 2?

28. September 2022
Zufall eher unwahrscheinlich: Wer zerstörte Nord Stream 2?
International
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Foto: Symbolbild

Berlin/Lubmin. Eine außerordentlich brisante Eskalation im Kontext des Ukraine-Krieges: die russisch-deutsche Ostseepipeline Nord Stream 2 wurde offenbar Ziel eines Sabotageaktes.

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Die dänische Schifffahrtsbehörde bestätigte einen ungewöhnlichen Vorfall an der Pipeline. Demnach sei in der Nacht zum Montag ein Leck aufgefallen. Es sei ein starker Druckabfall zu beobachten, bestätigte auch der Betreiber Gascade. Unweit der dänischen Insel Bornholm treten seither Methanblasen aus dem Meer. Den Angaben der Betreiberfirma Nord Stream 2 zufolge, die in Lubmin das deutsche Endterminal unterhält, haben Polizei und Marine eine Sperrzone von fünf Meilen eingerichtet. Der Druck in der Pipeline soll von 105 auf sieben Bar abgefallen sein, so die Nord-Stream-2-Betreiber. Auch der Flugverkehr ist beeinträchtigt – Überflüge über dem betroffenen Meeresareal in einer Höhe unter 1000 Metern sind derzeit untersagt.

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Zu den Ursachen des Lecks gibt es bislang keine offiziellen Informationen. Experten zufolge ist Sabotage nicht auszuschließen. Ein Unfall an der hochmodernen Pipelinekonstruktion sei eher unwahrscheinlich.

Selbst Mainstream-Medien diskutieren die Möglichkeit eines Sabotageaktes. So spekulierte etwa die „Welt“, die Tatsache, daß Nord Stream 2 nach Rückschlägen für Rußland im Ukraine-Krieg und mitten in der westeuropäischen Versorgungskrise beschädigt wurde, lasse auf Sabotage schließen. Mit Blick auf die zu erwartenden Proteste in Deutschland, die sich wegen der zu erwartenden Energie-Engpässe in den nächsten Monaten ausweiten dürften, ist das durchaus plausibel, denn der Ruf nach einer Öffnung der Ostseepipeline wird lauter.

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Beobachter wollen die Möglichkeit nicht ausschließen, daß einige der „Partner“ Deutschlands der Bundesregierung nicht trauen und ihr ein „Umkippen“ im Winter zutrauen. Diese Möglichkeit ist durch die Unbrauchbarmachung der Pipeline jetzt erst einmal vom Tisch. (mü)

Bildquelle: Wikimedia/Bair175/CC BY-SA 3.0 (Bildformat bearb.)

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9 Kommentare

  1. Winnetou Apatschi sagt:

    Wenn Rußland dies zum Anlass nimmt, Bornholm zu erobern, dann waren es die Russen.
    Ansonsten profitieren unsere amerkanischen „Freunde“ und unsere Bundesregierung am meisten von dem Anschlag.

  2. Peter Lüdin sagt:

    V. Putin weiss, dass sein Militär unter grossem Druck steht. Seine Streikräfte werden immer wieder düpiert, haben grosse Probleme gegen westliche Technik, sind demoralisiert und wissen nicht wofür sie eigentlich kämpfen.
    Und der Winter kommt erst noch. Wenn mangelversorgte russische Soldaten in Eiseskälte und danach im ukrainischen Sumpf liegen, da geht die Moral dann erst richtig in den Keller.
    Im Kreml wird man längst verzweifelt nach Exit-Strategien suchen, die man propagandistisch irgendwie passabel verkaufen kann.

  3. Spionageabwehr sagt:

    Ein Kriegsakt gegen Russland
    Anschlag auf russische Pipeline am 27. September 2022

    Wer es im einzelnen ausgeführt hat, ist unbekannt.
    Was wir wissen:

    •Wer es gefordert hat:
    „Polens Präsident fordert Beseitigung von Nordstream 2“
    (cash.ch 24. August)

    •Wer sich rechtfertigt:
    Der polnische Vize-Außenminister:
    „Man befinde sich in einer Situation internationaler Spannung.“
    „Es ist offensichtlich, dass keine Provokationen ausgeschlossen werden können.“
    (Tagesschau.de 27. Sept. 2022)
    M.a.W., Russland hat es „provoziert“?

    •Wer es bejubelt:
    Der polnische Ministerpräsident:
    „Die Ära der russischen Vorherrschaft beim Thema Gas geht zu ende.“
    (Capital.de 27. Sept. 2022)

    Der polnische EU-Abgeordnete und Ex-Außenminister Sikorski:
    „A small thing, but so much joy.
    Thank you, USA.“
    Eine kleine Sache, aber so viel Freude.
    Danke, USA.
    (auf Twitter, TASS-Meldung 28. Sept. 2022)

    Die Demütigungen kann die Großmacht Russland nicht auf sich sitzen lassen.

    • Ali Baba sagt:

      Ex-Außenminister Sikorski:““ Ein ehemaliger der USA- Lakai, wie seine Frauu.
      Er kann bellen, was er will.

    • Spionageabwehr sagt:

      PS.
      „Polen schließe nicht aus, dass die Lecks …
      auf eine russische Provokation zurückzuführen seien.“
      so der polnische Vize-Außenminister.
      FAZ 27.9.22, „Lecks an Gaspipelines -Sabotage nicht ausgeschlossen“

      Dieser Text wurde kurz danach von der FAZ geändert
      in Richtung unverfänglich.
      Wies offenbar zu deutlich auf Urheber/Komplizen hin.

      Die Verwischung einer Spur hinterlässt jedoch selbst Spuren.

      • Ali Baba sagt:

        PS.
        „Polen schließe nicht aus, dass die Lecks …
        auf eine russische Provokation zurückzuführen seien.“
        so der polnische Vize-Außenminister“““…So schrieb ich… Es kann nicht ausgeschlossen sein, wenn man in Betracht zieht, WENN P. in derselben Mannschaft ist…

  4. Ali Baba sagt:

    Die USA haben Erfahrungen; im sogenannten Klein-Krieg /Ende des 19. Jahrundert/ haben in Hawana ihr !!! Schiff in die Luft gesprengt, um nachher einen Vorwand fuer bewaffnete Intervenionen gegen Kuba zu haben. Und zirka /25/30 Jahre speater hatten sie Kuba in ihren Krallen. ps Den Vietnam-Krieg haben sie auch mit einem Vorwand begonnen /in den vietnamesischen Territorialgewaessern/.

  5. Vasary sagt:

    Es wird doch durch Medien die Nachricht verbreitet, dass am wahrscheinlichsten Putin dahinter steckt. Putin hat eigene Pipeline sabotiert, damit er kein Geld am Gas verdienen kann…. Ist doch logisch!

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