Energiekrise nimmt Fahrt auf: 900 Stadtwerken droht die Pleite

22. September 2022
Energiekrise nimmt Fahrt auf: 900 Stadtwerken droht die Pleite
Wirtschaft
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Berlin. Die in der kalten Jahreszeit drohende Krise läßt immer mehr Deutsche schon jetzt frösteln: laut einer INSA-Umfrage haben inzwischen schon fast zwei Drittel der Bundesbürger, nämlich 59 Prozent, Angst, daß sie demnächst ihre Strom- und Gasrechnung nicht mehr bezahlen können. Verzweifelte Anrufer drohen ihren Versorgern mit Selbstmord. Aber auch auf die rund 900 Stadtwerke in Deutschland rollt ein Pleite-Tsunami zu.

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Denn: wenn Kunden nicht mehr zahlen können, geraten auch die Energieversorger ins Schlingern. Marie-Luise Wolff, Präsidentin des Verbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, warnte die Bundesregierung schon bei deren Kabinettsklausur Ende August auf Schloß Meseberg (Brandenburg) hinter verschlossenen Türen vor einem Stadtwerke-Kollaps. Die Energie-Expertin sprach Klartext: „Schon jetzt ist die Liquiditätslage einiger Stadtwerke mehr als besorgniserregend. Geraten Stadtwerke in Schwierigkeiten, steht unsere gesamte Versorgungssicherheit auf der Kippe.“ Denn: „Stadtwerke in Bedrängnis bedeutet aufgrund der Querfinanzierung: kein funktionierender ÖPNV, keine Stadtreinigung, schon gar kein Schwimmbad.“

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Die Expertin fordert evon der Bundesregierung „unbürokratische Überbrückungskredite und Bürgschaften“. Will sagen: für die immer katastrophaleren Folgen der Politik der Bundesregierung sollen die deutschen Steuerzahler einstehen.

Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen, befürchtet ebenfalls massive Zahlungsausfälle. „Normalerweise liegt die Ausfallquote bei unter einem Prozent. Doch diese Quote dürfte mit den exorbitanten Preisen steigen. Bei etwa 10 Prozent Zahlungsausfällen könnte es für ein Stadtwerk zu existenzbedrohenden Eigenkapitalaufzehrungen kommen.“

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Auch Gerd Landsberg (69), Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, befürchtet gravierende Probleme: „In vielen Stadtwerken ist es 5 vor 12. Wenn sie nicht mehr handlungsfähig sind, ist die Versorgung der Bürger gefährdet.“

Doch die Stadtwerke sind längst Teil des Problems. Sie kündigen immer mehr Betrieben mit Zahlungsrückständen die Verträge. Markus Jerger, Vorsitzender des Verbandes Mittelstand, geht bereits von tausenden Fällen aus und kritisiert, es sei „unverantwortlich, wenn man jetzt kleinen Betrieben und Mittelständlern die Versorgungsstecker zieht und sie so in die Insolvenz treibt“.

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Noch deutlicher wird Tobias Federico vom Marktforschungsunternehmen Energy Brainpool. Er wird im „Handelsblatt“ mit der Prognose zitiert: „Die Energiekrise hat bereits die Dimension der Krise, die die Lehman-Brothers-Pleite ausgelöst hat.“ Es entwickle sich ein Teufelskreis. Die Regierung müsse immer mehr Konzerne mit Milliardensummen stützen, damit sie die teure Energie überhaupt noch liefern können. Und die Kunden müssen ebenfalls unterstützt werden, damit sie die teure Energie noch bezahlen können. (st)

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