Argentinien stellt Aufnahmeantrag: BRICS-Verbund vor Erweiterungsrunde?

15. September 2022
Argentinien stellt Aufnahmeantrag: BRICS-Verbund vor Erweiterungsrunde?
International
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Buenos Aires/Peking. Nicht nur in politischer, auch in ökonomischer Hinsicht nimmt die künftige „multipolare“ Weltordnung Konturen an – eine Entwicklung, die durch den neuen Ost-West-Konflikt beschleunigt wird. Jetzt hat Argentinien Interesse an einer Aufnahme in den BRICS-Verbund bekundet. Die Staatengruppe umfaßt derzeit Brasilien, Rußland, Indien, China und Südafrika.

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Der argentinische Präsident Alberto Fernández ließ dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping dieser Tage ein offizielles Schreiben zukommen, in dem er bei seinem Amtskollegen um die Mitgliedschaft in der BRICS-Gemeinschaft ansuchte. Laut dem argentinischen Botschafter in Peking, Sabino Vaca Narvaja, wurde das Schreiben vergangene Woche überreicht.

Wie der Diplomat bei einer Veranstaltung in der chinesischen Stadt Xiamen ausführte, sei die Staatengruppe von Brasilien, Rußland, Indien, China und Südafrika eine „ausgezeichnete Kooperationsalternative“ in einer Weltordnung, die erwiesenermaßen für den Vorteil einiger weniger Staaten geschaffen worden sei. Der Botschafter unterstrich, daß die Öffnung der BRICS-Gruppe für andere Mitglieder eine historische Möglichkeit sei, um eine „wahre gemeinsame Strategie zu entwickeln, die diesem komplizierten globalen Szenario die Stirn bieten könnte“. Vaca Narvaja bezog sich dabei ausdrücklich auf eine Aussage von Präsident Fernández, der den BRICS-Verbund zuletzt als die „Gruppe mit dem größten wirtschaftlichen und politischen Einfluß“ in der internationalen Arena definiert hatte.

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Der Botschafter wurde von der argentinischen Nachrichtenagentur Télam mit den Worten zitiert, „ich bedanke mich zutiefst für die Unterstützungsbekundungen, die wir erhalten haben und die ein weiterer Beweis für den Grad der Übereinstimmung sind, die momentan in Bezug auf unseren Beitritt herrscht.“

Nach Telám-Angaben hat sich das indische Außenministerium bereits für einen Beitritt Argentiniens ausgesprochen. Indiens Außenminister Subrahmanyam Jaishankar unterstützte die Initiative während seines jüngsten Besuchs in Argentinien.

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Rußland hingegen zeigt sich noch zurückhaltend. Vizeaußenminister Rjabkow erklärte im Magazin „Meschdunarodnaja Schisn“ („Internationales Leben“), eine Erweiterung der BRICS-Gruppe stehe bislang nicht auf der Agenda. Moskau begrüße aber das internationale Interesse dafür. Rjabkow präzisierte, daß es bislang kein reguläres Erweiterungsprozedere gebe. Es sei auch zu früh, über eine Änderung des Kürzels BRICS zu reden. Es gebe jedoch Formate, in denen eine Zusammenarbeit von Brasilien, Rußland, Indien, China und Südafrika mit anderen Ländern möglich sei.

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Schon im Kontext des letzten BRICS-Gipfels in Peking im Juni hatten Meldungen die Runde gemacht, wonach eine Reihe von Ländern Interesse an einer Mitgliedschaft bekundet hätten, etwa Saudi-Arabien, Ägypten, Algerien und die Türkei. (mü)

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