Moskau aktualisiert „Karaganow-Doktrin“: Was passiert, wenn Russen im Ausland drangsaliert werden?

11. September 2022
Moskau aktualisiert „Karaganow-Doktrin“: Was passiert, wenn Russen im Ausland drangsaliert werden?
International
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Moskau. Ein Dokument mit Zündstoff: der russische Präsident Putin hat jetzt eine neue außenpolitische Doktrin gebilligt, die auf dem Konzept der „russischen Welt“ („Russkij Mir“) basiert. Rußland sehe sich demnach vor die Aufgabe gestellt, „die Traditionen und Ideale der russischen Welt zu schützen, zu bewahren und zu fördern“, heißt es in dem am Montag veröffentlichten 31 Seiten langen Dokument.

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Und weiter: „Die Russische Föderation unterstützt ihre im Ausland lebenden Landsleute bei der Durchsetzung ihrer Rechte, um den Schutz ihrer Interessen und der Bewahrung ihrer russischen kulturellen Identität sicherzustellen.“

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Das Konzept der „russischen Welt“ wurde maßgeblich 2005 vom russischen Geopolitiker und Publizisten Sergei Alexandrowitsch Karaganow formuliert und bietet der russischen Regierung seither eine Handhabe zur Unterstützung russischsprachiger Gruppen im Ausland. Putin hat wiederholt auf die etwa 25 Millionen Russen hingewiesen, die seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 in den daraus hervorgegangenen unabhängigen Staaten leben.

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Künftig – und vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit dem Westen – könnte die jetzt aktualisierte Doktrin aber nicht nur für frühere Sowjetrepubliken wie Kasachstan oder die Baltenrepubliken, sondern auch für westeuropäische Länder wie Deutschland bedeutsam werden. Allein in Deutschland leben derzeit rund 235.000 russische Bürger. Sie sehen sich seit Beginn des Krieges in der Ukraine wachsender Anfeindung und Diskriminierung ausgesetzt. Es ist nicht auszuschließen, daß sich der Kreml im Falle einer Verschlimmerung ihrer Situation zum Handeln veranlaßt sehen und sich dabei auf die aktualisierte Karaganow-Doktrin berufen könnte. (mü)

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4 Kommentare

  1. Walter Gerhartz sagt:

    SCHIMPF UND SCHANDE FÜR ALLE POLITISCHEN HETZER – z.B. BAERBOCK !!!

  2. Walter Gerhartz sagt:

    Etwa 235.000 Russen leben in Deutschland und werden teilweise auch hier diskriminiert !!

    Ein Schaade für unser Land !!

    Außerdem erhalten viele deutsche Rentner die in Russland leben aufgrund der SWIFT-Sperre keine Rente mehr….DAS IST EIN SKANDAL !!

  3. Peter Lüdin sagt:

    Russland kritisiert ständig dies und das. Russland repräsentiert aber lediglich 2 Prozent der Weltbevölkerung, hält aber 11 Prozent der Weltlandoberfläche und will immer noch mehr. Russland hat also mehr als genug. Es sollte eigentlich weniger haben, und damit auch weniger Potential für seine Chaospolitik.

    • Gelbspötter sagt:

      @ Lüdin:
      Ihr Kommentar geht an der Sache vorbei!
      Wenn seine friedlichen Bürger im Ausland bedroht und diskriminiert werden, hat jeder Staat die moralische Pflicht und das Recht, sich vor sie zu stellen und sie zu schützen. Gilt offenbar aber nicht für deutsche Bürger: die dürfen sich bereits im eigenen Land als ausgeliefert und vogelfrei fühlen.

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