NATO-Mitglied Türkei sucht den Schulterschluß mit Rußland: Mehr Gas, weniger Dollar

10. August 2022
NATO-Mitglied Türkei sucht den Schulterschluß mit Rußland: Mehr Gas, weniger Dollar
International
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Sotschi. Während die EU auf dem besten Wege ist, mit ihrer Sanktionspolitik gegen Rußland die eigene Wirtschaft massiv zu schädigen, geht die Türkei unter Präsident Erdogan den umgekehrten Weg: sie will – obwohl NATO-Mitglied – von den westlichen Sanktionen nichts wissen und baut vielmehr ihre Energie-Partnerschaft mit Rußland aus.

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Am vorvergangenen Samstag trafen Erdogan und Kremlchef Putin innerhalb weniger Wochen zum zweiten Mal zusammen und besiegelten nun einen umfassenden Wirtschafts- und Energiepakt. In einer gemeinsamen Erklärung nach ihrem Treffen in Sotschi teilten sie mit, die Kooperation beider Länder in den Bereichen Verkehr, Landwirtschaft, Finanzen und Bau zu vertiefen. Bei dem rund vierstündigen Treffen seien „sehr wichtige Entscheidungen“ im Bereich von Handel und Wirtschaft getroffen worden, sagte Rußlands Vize-Regierungschef Alexander Nowak der russischen Nachrichtenagentur TASS zufolge.

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So sollen etwa für russische und türkische Unternehmen die Bedingungen für eine Zusammenarbeit erleichtert werden. Auch das türkische Atomkraftwerk Akkuyu, das von einem russischen Staatsunternehmen gebaut wird, sei zur Sprache gekommen. Darüber hinaus hätten sich beide Seiten darauf geeinigt, daß die Türkei für russisches Gas künftig in Rubel zahlen werde – ein weiterer Schlag gegen den US-Dollar.

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Der russische Außenpolitiker Alexej Puschkow lobte Erdogan dafür, daß dieser „im Gegensatz zu den Euro-Politikern” die Interessen des eigenen Landes vertrete und sich nicht fürchte, dazu auch einmal „dem kollektiven Westen entgegenzutreten”. (mü)

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3 Kommentare

  1. hans sagt:

    auch wenn ich nicht viel für diesen Sultan vom Bosporus übrig habe, aber er denkt zumindest erst mal ans eigene Volk.
    Genau das würde ich mir von der deutschen reGIERung auch mal wünschen.

  2. Walter Gerhartz sagt:

    Die wahren Gründe für die Energiekrise

    Erstens: Der Winter 2020/2021 war kalt, weshalb viel Gas verbraucht wurde.

    Zweitens: Die Energiewende hat zu einem zu großen Anteil von Windenergie am Strommix geführt.

    Da der Sommer 2021 aber außergewöhnlich windstill war, fehlte die Windkraft und es wurde unter anderem Gas zur Stromerzeugung genutzt, das eigentlich in die Speicher hätte geleitet werden müssen.

    Drittens: Der Wunsch vieler europäischer Politiker, russisches Gas durch vor allem amerikanisches Flüssiggas zu ersetzen, hat dazu geführt, dass in Europa nun Gas fehlt.

    Der Grund: In Asien waren die Gaspreise im letzten Sommer noch höher als in Europa und die fest eingeplanten amerikanischen Tanker sind nach Asien gefahren, anstatt nach Europa.

    Viertens: Die Reform des Gasmarktes der letzten EU-Kommission hat den Handel mit Gas an den Börsen freigegeben.

    Dadurch wurde Gas zu einem Spekulationsobjekt.

    Während Gazprom sein Gas gemäß langfristiger Verträge für 230 bis 300 Dollar nach Europa liefert, ist es für die Importeure ein gutes Geschäft, das Gas an der Börse für 1.000 und mehr Euro weiterzuverkaufen und diese Spekulationsgewinne in Höhe von mehreren hundert Prozent in die eigene Tasche zu stecken.

  3. Walter Gerhartz sagt:

    Es ist viel Schlimmer: Deutschland und die EU können sich die Sanktionen gegen Russland eigentlich überhaupt nicht leisten !!

    Wirklich kluge und auf der Seite des Volkes stehende Politiker hätten vorher abgewogen und wären zu dem Schluß gekommen nicht den USA zu folgen, sondern dem Land von dem ich extrem abhängig bin !!

    Die USA haben sich einfach mal erlaubt den Deutschen den NORD STREAM 2 zu verbieten, aber helfen können sie uns auch nicht und lassen uns so einfach mal im Kalten sitzen !!!

    Das nennt sich dann, wie immer bei den USA, Solidarität !!!

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