„New York Times“: Das amerikanische Vertrauen in die Zelenskyj-Regierung schwindet

8. August 2022
„New York Times“: Das amerikanische Vertrauen in die Zelenskyj-Regierung schwindet
International
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Washington/New York. In der US-Führung zeichnet sich ein Abrücken vom Kiewer Selenskyj-Regime ab. Erneut macht die renommierte „New York Times“ den Stichwortgeber. Deren Redakteur Tom Friedman, der als einer der wichtigsten US-Journalisten gilt, machte jetzt in seiner aktuellen Kolumne in der NYT publik, daß die Regierung Biden massive Probleme mit Selenskyj hat.

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Friedman, der über hervorragende Verbindungen zu den Entscheidungsgremien der Demokraten und zum Washingtoner Regierungsapparat verfügt, berichtet: „Im privaten Gespräch sind US-Beamte viel besorgter über die Führung der Ukraine, als sie zugeben. Zwischen dem Weißen Haus und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj herrscht tiefes Mißtrauen – erheblich mehr als bisher berichtet.“

Friedman nimmt unter anderem Bezug auf die jüngsten Personalentscheidungen von Selenskyj, die er „seltsame Vorgänge“ nennt, und schreibt: „Am 17. Juli entließ Selenskyj die Generalstaatsanwältin seines Landes und den Leiter des Inlandsgeheimdienstes – die bedeutendste Erschütterung seiner Regierung seit der russischen Invasion im Februar. Das wäre so, als würde Biden am selben Tag Merrick Garland und Bill Burns feuern.“

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Friedman steht mit seiner Einschätzung in Washington nicht allein. „Ich habe noch keine Berichterstattung gesehen, die überzeugend erklärt, was es damit auf sich hat“, stellt er fest und resümiert: „Es hat den Anschein, als wollten wir in Kiew nicht zu genau unter die Decke schauen, aus Angst vor Korruption oder Skandalen, die wir entdecken könnten – nachdem wir dort so viel investiert haben.“

Bereits Anfang Juni hatten US-Geheimdienstbeamte darüber geklagt, daß sie von Kiew nicht ausreichend über die Vorgänge im Land informiert würden. „Wie viel wissen wir wirklich darüber, wie es der Ukraine geht?“, ließ Beth Sanner, eine ehemalige hochrangige Geheimdienstmitarbeiterin, die NYT damals wissen, und: „Können Sie jemanden finden, der Ihnen mit Zuversicht sagen kann, wie viele Truppen die Ukraine verloren hat, wie viele Ausrüstungsgegenstände die Ukraine verloren hat?“

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Auch Avril D. Haines, die Direktorin des Nationalen Geheimdienstes (DNI), gab im Juli bei einer Anhörung im Senat zu bedenken, daß „es sehr schwer zu sagen sei“, wie viel zusätzliche Waffenhilfe die Ukraine absorbieren könne. Wenig später schlug die NATO Alarm und teilte mit, daß einiges Gerät offenbar nicht an die Front gelange, sondern auf den internationalen Schwarzmarkt.

Die „Washington Post“ berichtete jüngst unverblümt, daß politische Entscheidungsträger allmählich unruhig würden. So sagte der republikanische Abgeordnete Michael Waltz, das Vertrauen des Kongresses in das 40 Milliarden Dollar schwere Waffen- und Hilfs-Programm für die Ukraine werde ohne direktere Kontrolle schwinden. „Aus Transparenzgründen müssen wir wissen, wohin dieses Zeug geht“, sagte er.

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Friedman wiederum hält es für denkbar, daß der Krieg in der Ukraine noch zu einem Problem für die US-Steuerzahler werden könnte – und daß der von vielen Medien als Freiheitsheld glorifizierte ukrainische Präsident zum Problem werden könnte. Friedman zitiert anonyme „hochrangige“ Beamte, die den Einsatz „einer kleinen Atomwaffe gegen die Ukraine“ durch die Russen für möglich halten. Der Krieg jedenfalls sei alles andere als vorbei, die Lage sei nicht stabil, und es könnten jeden Tag neue „gefährliche Überraschungen“ auftauchen.

Schon im Mai, nach zwei Monaten Krieg in der Ukraine, hatte die „New York Times“ in einem vielbeachteten Leitartikel den jetzt deutlich werdenden Kurswechsel der US-Politik vorgezeichnet, indem sie die offizielle Politik des Weißen Hauses hinterfragt und ihre Zweckmäßigkeit in Zweifel gezogen hatte. Mit dieser Position steht die NYT offenbar nicht mehr allein da. Nicht nur in den USA werden Stimmen lauter, die eine Exit-Strategie anmahnen. (mü)

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4 Kommentare

  1. hans sagt:

    die Ami´s lernen wohl nie……….
    Erst wenn die Ziele nicht mehr erreichbar sind und die Kosten explodieren, dann fangen sie an den Schwanz einzuziehen.
    Seit 45 haben die doch weltweit keinen Krieg mehr gewonnen.
    ( Das Riesenreich Grenada mal ausgenommen )

  2. Walter Gerhartz sagt:

    Deutschland + USA hat 1991 den EINIGUNGSVERTRAG gebrochen, in dem die NATO-AUSDEHNUNG über die Grenzen Deutschlands verboten war.

    Deutschland + USA hat den Vertrag über NORD STREAM 2 gebrochen, weil die USA uns mit den Russen VERFEINDEN wollen.

    Vielleicht haben Habeck, Trulla Annalena, Faeser und Co. dafür gesorgt, dass dadurch noch mehr Verzögerung eintritt, der nächste Winter kommt bestimmt und dann können diese Pfeifen leicht mit dem Argument kommen, die Turbinen haben nicht geliefert werden können und schuld ist Putin.

    Diese Leute haben doch sicher in allem die Finger im Spiel und manipulieren nach Vorbild USA, die das ja vormachen !!

    Der Deutschland Hasser Habeck führt fort was Merkel nicht ganz geschafft hatte.

  3. Gelbspötter sagt:

    Tja, die USA werden sich wohl wie üblich – schnell und mit mit eingekniffenem Schwanz – aus dem angerichteten Trümmerfeld zurückziehen. Die Folgen ausbaden werden diesmal die Europäer, vor allem die Deutschen. Ziel also (auf längere Sicht) dann doch teilweise erreicht.

  4. Ali Baba sagt:

    daß die Regierung Biden massive Probleme mit Selenskyj hat.““ Das spaete Aufwachen mit der Hand im Nachttopf.

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