Interne Lageeinschätzung des DIHK: „Aktuell verliert Deutschland“

5. August 2022
Interne Lageeinschätzung des DIHK: „Aktuell verliert Deutschland“
Wirtschaft
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Berlin. Je näher der Energienotstand rückt, umso schriller werden die Alarmrufe. Jetzt meldete sich ein gewichtiger Akteur mit einem dramatischen Befund zu Wort: der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kommt jetzt in einer internen Lagebeurteilung zu der Einschätzung, daß der Wirtschaftsstandort Deutschland aufs höchste gefährdet ist. „Das, was wir erleben, ist der Beginn einer neuen Realität in der Welt”, heißt es. „Die Globalisierung sortiert sich neu.” Der Wettbewerb der Standorte laufe nach dem russischen Angriff auf die Ukraine Ende Februar unter völlig anderen Vorzeichen ab. Deutschland befinde sich auf der Verliererstrecke.

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Der DIHK ist die Vereinigung der 79 deutschen Industrie- und Handelskammern. Der Brief stammt von DIHK-Präsident Peter Adrian und Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Sie warnen: „Aktuell verliert Deutschland. Die Energiepreise explodieren, viele Rohstoffe sind knapp, und wegen der nachlaufenden Lieferschwierigkeiten durch Corona haben wir es zusätzlich mit Versorgungsengpässen bei Halb- und Fertigwaren zu tun.”

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Indizien dafür seien die erstmals seit 2008 negative deutsche Handelsbilanz sowie der Wertverfall des Euro gegenüber anderen wichtigen Weltwährungen. „Der Wohlstand steht auf dem Spiel.”

In ihrem Schreiben plädieren die beiden DIHK-Spitzenfunktionäre dafür, die Hilfen für stromintensive Betriebe auf weitere Branchen auszudehnen und allgemein unbürokratischer zu werden, etwa beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Auf die Idee, von der Politik einen Kurswechsel und zum Beispiel die sofortige Öffnung der Gaspipeline Nord Stream 2 zu fordern, kommen die beiden Funktionäre aber nicht. (se)

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3 Kommentare

  1. Bernd Sydow sagt:

    „Wirtschaftsstandort Deutschland aufs höchste gefährdet!“, „Deutschland auf der Verliererstraße!“, „Unser Wohlstand steht auf dem Spiel!“. Die Spitzenfunktionäre des DIHK sind in Panik, „Was sollen wir bloß tun?“. Und unser Energieminister Habeck rät angesichts völlig unzureichender Erdgas-Lieferungen aus Rußland der deutschen Bevölkerung, ihren Gas-Verbrauch drastisch zu reduzieren.

    Was also tun? Hier meine Empfehlung:

    – Die Beteiligung Deutschlands am Sanktionskurs gegen Rußland beenden!

    – Keine (schweren) Waffen an die Ukraine mehr liefern!

    – Nord Stream 2, längst fertiggestellt, endlich in Betrieb nehmen!

    – Ein normales diplomatisches Verhältnis zur Russischen Föderation wieder
    herstellen!

    Diese vier Punkte sind nach meiner Überzeugung die Mindest-Voraussetzung für die Lösung unseres selbstverschuldeten Energie-Problems. Als Ergänzung sollte man beschließen, die noch bestehenden Kernkraftwerke – ich glaube, es sind drei – bis zum vertraglichen Ende weiter zu betreiben. Alles andere ist Mumpitz!

    (Studentenspruch aus den Siebzigern: Und wenn man nicht mehr weiterweiß, gründet man ’nen Arbeitskreis).

    • Spionageabwehr sagt:

      @Bernd Sydow
      Nordstream 2
      Lãsst Washington nicht zu.
      Es war Biden, nicht Scholz, der das Aus verkündet hat.
      Und vorher war es Warschau,
      das dieses Aus am lautesten immerzu gefordert hat.
      Die Dinge spitzen sich nun zu.

      • Bernd Sydow sagt:

        Zunächst muß man sich darüber klarwerden, was man politisch will. Und
        dann, ob sich dieser politische Wille in die politische Realität umsetzen läßt. Was will Scholz? Ist er für die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 oder ist er dagegen? Davon abgesehen, Deutschland sollte sein Vasallendenken gegenüber den USA endlich ablegen!

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