Erstmals negative Handelsbilanz: „Der Exportabschwung ist eingeläutet“

6. Juli 2022
Erstmals negative Handelsbilanz: „Der Exportabschwung ist eingeläutet“
Wirtschaft
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Berlin/Frankfurt a. Main. Es ist ein Alarmsignal erster Ordnung – und möglicherweise eine Epochenwende: erstmals seit mindestens 14 Jahren hat Deutschland im Mai eine negative Handelsbilanz ausgewiesen. Der Wert der Importe aus anderen Ländern nach Deutschland überstieg den Wert der Exporte, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

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Die Einfuhren legten gegenüber dem Vorjahresmonat demnach um 27,8 Prozent auf 126,7 Milliarden Euro zu. Die Ausfuhren stiegen um 11,7 Prozent auf 125,8 Milliarden Euro. Die Außenhandelsbilanz schloß kalender- und saisonbereinigt mit einem Minus von rund einer Milliarde Euro.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts war es das erste Handelsbilanzdefizit in einem Monat seit Januar 2008. Die Zahlen vor 2008 seien aber wegen einer Umstellung der Statistik nicht vergleichbar.

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Gegenüber dem Vormonat April verringerten sich die Warenausfuhren im Mai um 0,5 Prozent, die Importe stiegen dagegen um 2,7 Prozent. „Der Exportabschwung ist eingeläutet“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. „Die Exporteure sind immer weniger in der Lage, die durch Lieferketten bedingten Kostensteigerungen an internationale Kunden weiterzureichen.“ Außerdem kämen wichtige Importgüter zur Weiterverarbeitung häufig nicht an, insbesondere wegen der Coronalockdowns in China. Ein Ende der Preissteigerungen und Lieferkettenprobleme sei nicht in Sicht. (st)

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Ein Kommentar

  1. Bernd Sydow. sagt:

    Es ist nicht allzu lange her, da war Deutschland Exportweltmeister. Industrie und Wirtschaft florierten, die Versorgung mit wichtigen Rohstoffen – insbesondere mit für unsere Industrie unverzichtbarem sauberem Erdgas aus Rußland – war gesichert.

    Dann begann die russische Militäroperation gegen das Nicht-NATO-Mitglied Ukraine, die vom Westen gedeutet wurde als „Angriff des „Aggressors“ Putin auf das freie Europa“. Aber diese militärische Operation ist ausschließlich eine Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation, und sonst gar nichts! Die angebliche Gefahr eines russischen Angriffs auf ein NATO-Mitgliedsland quasi „aus heiterem Himmel“ sind reine Hirngespinste des Westens!

    Mein dringender Appell an die deutsche „Ampel“-Regierung, sich militärisch nicht in den Ukraine-Konflikt hineinziehen zu lassen und der Ukraine nur humanitäre Hilfe zu leisten, verhallte ungehört. Bundesaußenministerin Baerbock (Grüne) sorgte überdies dafür, daß die bereits bestehenden EU-Sanktionen gegen die Russische Föderation massiv verstärkt wurden. Als legitime Gegen-Sanktion reduzierte Putin daraufhin die russischen Gaslieferungen an Deutschland um 60 Prozent, ein dauerhafter totaler Lieferstopp ist nicht ausgeschlossen. Bei Industrie und Wirtschaft schrillen die Alarmsirenen! Und auch die Privathaushalte werden dies noch schmerzhaft zu spüren bekommen.

    Die Behauptung von Wirtschafts- und Energieminister Habeck, die Ukraine-Krise ist die Ursache für dieses Desaster, ist eine Täuschung der deutschen Bürger! In Wahrheit ist es die Beteiligung Deutschlands an den ungerechtfertigten EU-Sanktionen gegen Rußland sowie die einseitige Parteinahme für Schelenskyjs Ukraine.

    Exportweltmeister Deutschland? Diese Zeiten sind vorbei!

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