AfD-Bundesparteitag: Doppelspitze bleibt bestehen – Chrupalla wiedergewählt – Weidel wird Co-Vorsitzende

18. Juni 2022
AfD-Bundesparteitag: Doppelspitze bleibt bestehen – Chrupalla wiedergewählt – Weidel wird Co-Vorsitzende
National
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Riesa. Mit 53,45 Prozent wurde am späten Vormittag Tino Chrupalla in das Amt des Bundessprechers der AfD wiedergewählt. Er setzte sich gegen Mitbewerber Norbert Kleinwächter (36,31 Prozent) durch, beide Kandidaten wurden von 10,24 Prozent abgelehnt. Bei der Wahl zum Co-Vorsitzenden setzte sich Alice Weidel mit 67,29 Prozent gegen Nicolaus Fest (20,75 Prozent) durch. 

Zuvor hatten sich Delegierten – nach der gestrigen Grundsatzentscheidung, in Zukunft einen oder zwei Bundessprecher (statt wie bisher zwei oder drei) der Partei vorstehen lassen zu wollen – mit 78 Prozent dafür ausgesprochen, auch den neuen Bundesvorstand mit zwei Vorsitzenden zu bestücken.

Am Nachmittag konnten sich als Stellvertreter des neuen Führungs-Duos die von Chrupalla unterstützten Mariana Harder-Kühnel, Peter Boeringer und Stephan Brandner durchsetzen. Als Schatzmeister wurde Carsten Hütter denkbar knapp in seinem Amt bestätigt, als Vize-Schatzmeister wählten die Delegierten Harald Weyel. Zum Schriftwähler bestimmten die Wahlberechtigten Dennis Hohloch.

Als Beisitzer in den Bundesvorstand wurden gewählt: Marc Jongen, Martin Reichardt, Roman Reusch und Maximilian Krah. Damit wurden fast alle Kandidaten aus dem von Parteichef Tino Chrupalla im Vorfeld präsentierten „Team Zukunft“ gewählt. Die wohl größte Überraschung. Als fünfter Beisitzer wird Christina Baum in der Stichwahl gegen Jörn König knapp gewählt. Sechster Beisitzer wurde JA-Chef Carlo Clemens.

Der aktuelle Bundesvorstand vorgestellt: https://www.afd.de/partei/bundesvorstand

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Ein Kommentar

  1. Bernd Sydow. sagt:

    So harmonisch der Bundesparteitag der AfD auch begann, so chaotisch entwickelte sich dieser nach der Wahl des Bundesvorstandes, sodaß er letztendlich vor dem offiziellen Ende abgebrochen wurde. Die hiesigen nach links tendierenden Mainstream-Medien konnten ihre Schadenfreude darüber kaum verbergen, denn ein wichtiges Ziel dieses Parteitages war verfehlt worden, nämlich daß die unterschiedlichen Lager sich wieder vertragen.

    Daß die AfD etwas weiter nach rechts gerückt ist, zeichnete sich bereits nach dem unrühmlichen Abgang von Jörg Meuthen ab. Aber hier war der „Hauptschuldige“ Björn Höcke, der vom Bundesverfassungsschutz des Herrn Haldenwang und von den hiesigen Mainstream-Medien perfiederweise als „Rechtsextremist“ bezeichnet wird. Er hätte, wird behauptet, bei dieser Vorstandswahl im Hintergrund seine „nationalistischen Einflüsterungen“ praktiziert. Na und wenn schon! Der neue Bundesvorstand mit seinen beiden Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla (sie erinnern mich irgendwie an Emma Peel und John Steed aus der früheren englischen Krimi-Serie „Mit Schirm, Charme und Melone“) steht für das nationalkonservative Profil der AfD, deren Bundestagsfraktion in meinen Augen die wahre Parlaments-Opposition ist.

    Fazit: Dieser AfD-Bundesparteitag, der anfangs so harmonisch und verantwortungsvoll(!) verlief, endete in einem Fiasko (waren etwa AfD-feindliche Provokateure im Raum?). Und das ist sehr traurig!

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