Das Pentagon wiegelt ab: US-Biolabore in der Ukraine dienten nur friedlichen Zwecken

16. Juni 2022
Das Pentagon wiegelt ab: US-Biolabore in der Ukraine dienten nur friedlichen Zwecken
International
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Washington/Kiew. Selbst die US-Außenstaatssekretärin Victoria Nuland mußte schon im März, zwei Wochen nach Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine, öffentlich die Existenz amerikanischer Bio-Forschungseinrichtungen dort einräumen. Die russische Seite hatte zuvor die Existenz rund 30 solcher Einrichtungen behauptet und legte in der Folgezeit unter anderem erbeutete Unterlagen vor, aus denen hervorgehen soll, daß die USA in der Ukraine – unter Umgehung amerikanischer Gesetze und Sicherheitsvorschriften – an biologischen Kampfstoffen forschten.

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Offenbar um weiteren Spekulationen zu begegnen, trat das US-Verteidigungsministerium jetzt selbst mit Informationen an die Öffentlichkeit. In einer Veröffentlichung vom 9. Juni gibt das Pentagon bekannt, daß die USA in den letzten 20 Jahren nicht weniger als 46 Biolabore in der Ukraine betrieben hätten – die freilich allesamt „friedlichen Bemühungen“ dienten, so etwa der „Verbesserung der nuklearen wie chemischen Sicherheit“ und der Vorbereitung auf mögliche Pandemien.

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Das Pentagon stellte die Veröffentlichung unter dem Titel „Informationsblatt über die Bemühungen zur Reduzierung der Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen mit der Ukraine, Rußland und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion“ dieser Tage auf die eigene Webseite. Darin wird erstmals die genaue Zahl der von der US-Regierung geförderten „speziellen Einrichtungen“ in der Ukraine offengelegt.

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Nach Darstellung des Pentagon habe man damit nach dem Zerfall der UdSSR „wesentlich dazu beigetragen, den globalen Frieden und die Sicherheit zu fördern“.

Ein eigenes Kapitel ist der – vom US-Verteidigungsministerium behaupteten – Nichtexistenz von biologischen Waffen in der Ukraine gewidmet. Die Programme in der Ukraine hätten unter anderem der Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen gegolten; die USA seien „stolz darauf, die Ukraine als Eigentümerin und Betreiberin ihrer öffentlichen Gesundheitslaboratorien und der dazugehörigen Infrastruktur aktiv in ihrer Arbeit zu unterstützen“.

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Interessant ist immerhin die Feststellung, wonach die Arbeit der Biolabore in Zusammenarbeit mit Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) „und anderen UN-Sonderorganisationen“ durchgeführt wurde. Diese Aktivitäten seien „mit den international bewährten Praktiken und Normen bei der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen, der Zusammenarbeit mit internationalen Kollegen und multilateralen Organisationen und der weiten Verbreitung ihrer Forschungsergebnisse und Erkenntnisse im Bereich der öffentlichen Gesundheit“ vorgenommen worden. Nicht zuletzt habe die Kooperation mit der Ukraine „zum Schutz der Lebensmittelversorgung beigetragen“.

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Beobachter gehen davon aus, daß die Pentagon-Veröffentlichung eine Reaktion auf die zahlreichen russischen Veröffentlichungen der letzten Monate darstellt, wonach die US-Forschungen in der Ukraine alles andere als harmlos waren. Russische Experten wollen angesichts der inzwischen ans Licht gekommenen Fakten nicht mehr ausschließen, daß der russische Angriff am 24. Februar einem ukrainischen Angriff auf die Donbass-Region mit chemischen oder bakteriologischen Waffen zuvorgekommen ist. (mü)

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2 Kommentare

  1. Mark sagt:

    Wieso waren diese speziell geführten Laboratorien dann in den USA selbst ausdrücklich verboten? Wegen guter und edler Absichten etwa? Da kam die Ukraine als möglicher Prellbock zwischen den verschiedenen „Interessen“ gerade recht. Im übrigen stecken hinter so wohlklingenden Namen wie „Weltgesundheitsorganiaation“ etc. immer gegenteilige, ziemlich kaltschnauzige Machenschaften. Die sind eben nicht das, was sie offiziell vorgeben, zu sein. Auch wenn das viele (noch) nicht wahrhaben wollen.

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