Französische Parlamentswahlen: Marine Le Pen setzt sich im rechten Spektrum durch

14. Juni 2022
Französische Parlamentswahlen: Marine Le Pen setzt sich im rechten Spektrum durch
International
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Paris. Über den ersten Durchgang der französischen Parlamentswahlen am Sonntag berichteten bundesdeutsche Medien vor allem mit Blick auf Präsident Macron und seine Wahlbewegung „Ensemble!“ – Macron muß im künftigen Parlament um die Mehrheit seines Bündnisses fürchten, weil das Linksbündnis Nupes unter Herausforderer Mélenchon fast gleichauf liegt.

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Interessanter sind aber die Ergebnisse aus dem rechten Lager. Hier gelang dem Rassemblement National von Marine Le Pen im ersten Wahlgang mit 18,68 Prozent ein Achtungserfolg – das Ergebnis bedeutet im Vergleich zu den 13,2 Prozent in der ersten Wahlrunde 2017 einen deutlichen Zugewinn. Stimmenzuwächse konnte auch die rechte Konkurrenz „Reconquête“ von Eric Zemmour verbuchen; sie kam auf 4,24 Prozent, liegt damit aber weit abgeschlagen hinter der größeren Konkurrenz.

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Der Wahlsonntag war auch ein persönlicher Erfolg für Marine Le Pen selbst, die in ihrem Wahlkreis im Pas-de-Calais mit 53,95 Prozent der Stimmen den ersten Platz belegte. Aufgrund der niedrigen Wahlbeteiligung muß Le Pen jedoch gegen Marine Tondelier antreten, die Kandidatin des Linksbündnisses, die nur 23,43 Prozent der Stimmen erhielt.

Im zweiten Wahlgang am kommenden Sonntag werden die Wähler des Rassemblement National nun zwischen den Kandidaten von Macrons Gruppe „Ensemble!“ und dem Linksbündnis von Jean-Luc Mélenchon wählen müssen. Marine Le Pem empfahl, die Wähler sollten ihre Stimme nach dem „patriotischen Sinn“ der Kandidaten abgeben.

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Nach Einschätzung verschiedener Meinungsforschungsinstitute könnte der Rassemblement National im zweiten Durchgang mindestens 15 Abgeordnete erhalten – zwischen 15 und 30 laut Ifop und 20 und 45 laut Ipsos France.

Das wären deutlich mehr als die acht Abgeordneten des Rassemblement National, die derzeit in der Nationalversammlung sitzen. Es würde sogar bedeuten, daß sie eine Fraktion bilden könnten, für die mindestens 15 Abgeordnete erforderlich sind.

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Die vergleichsweise niedrige Zahl der Sitze erklärt sich durch das französische Mehrheitswahlsystem. Dieses benachteiligt radikalere Kandidaten, die im zweiten Wahlgang gegen moderatere Kandidaten antreten und daher kaum Stimmen erhalten.

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Ein Ergebnis des ersten Wahlsonntags ist, daß Marine Le Pen und der Rassemblement National das rechte Spektrum in Frankreich nunmehr relativ klar dominieren. Die französische Politik wird auch weiterhin mit ihr rechnen müssen. (mü)

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