Wieder Probleme mit dem Flüssiggas aus Katar: Habeck hat sich verrechnet

16. Mai 2022
Wieder Probleme mit dem Flüssiggas aus Katar: Habeck hat sich verrechnet
Wirtschaft
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Berlin/Doha. Das hatte sich Bundeswirtschaftsminister Habeck (Grüne) anders vorgestellt, als er vor wenigen Wochen verkündete, Katar könnte mit Flüssiggaslieferungen für die Lieferausfälle an russischem Gas einspringen. Denn: erstens verfügt Katar überhaupt nicht über die von Deutschland benötigten Kapazitäten (was die katarische Seite unmittelbar nach Habecks Besuch klargestellt hatte); auch dürfte das katarische LNG-Gas deutlich teurer werden als geplant – und es torpediert obendrein die „Klimaziele“ der Bundesregierung.

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Bei den Gesprächen mit Offiziellen aus Katar gebe es Differenzen über die Laufzeiten der Verträge zur Lieferung von LNG, berichtet jetzt die Nachrichtenagentur Reuters. Diese Frage stehe in engem Zusammenhang mit den Klimazielen der Bundesregierung. Die Verantwortlichen des Emirats bestehen offenbar auf Abnahmegarantien für mindestens 20 Jahre.

Bis zum Jahr 2042 plant die Bunderegierung jedoch so gut wie „klimaneutral“ zu wirtschaften – das bedeutet auch den Ausstieg aus der Nutzung von Erdgas.

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Auch beim Preis soll es Probleme geben. Reuters berichtet, Katar bestehe darauf, daß der Preis an den Markt für Rohöl gekoppelt werde. Die deutsche Seite wolle sich hingegen an der Benchmark für europäisches Erdgas (Dutch TTF) orientieren. Falls der Bezugspreis für Öl in den nächsten Jahren fallen sollte, müßte vertraglich dennoch das Gas abgenommen werden, das teurer ist als gleichwertiger Brennstoff, der auf dem europäischen Markt ist.

Außerdem drängen die Katarer darauf, daß das an Deutschland gelieferte Gas nicht an andere Länder weitergegeben werden darf, doch die EU-Kommission lehnt solche Regelungen ab.

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Jetzt ist guter Rat teuer. Nicht nur wegen der ehrgeizigen „Klimaziele“ der Bundesregierung, sondern schlicht aus Gründen der Versorgungssicherheit. Denn der nächste Winter kommt bestimmt, und daß Rußland bis dahin noch Gas an Deutschland liefert, wird nicht einmal in Berlin geglaubt. (st)

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2 Kommentare

  1. Walter Gerhartz sagt:

    Jeder kann auf die Karte blicken und sieht, dass mit dem Beitritt Finnlands eine weitere „NATO-Osterweiterung“ unmöglich ist.

    Es ist die letzte Karte im geopolitischen Spiel der NATO gegen Russland.

    Die NATO-Strategen unter Führung des US-Hegemons denken in Geld- und Waffensystemen und glauben, damit Änderungen in ihrem Sinne einer unipolaren Welt zu erreichen.

    Schauen wir uns an, was diese US- und NATO-Strategen in den letzten Jahren erreicht haben:

    Irak -Krieg begonnen und letztlich verloren, Libyen -Krieg begonnen und letztlich verloren, Afghanistan-Krieg verloren, Syrien-Krieg verloren, Mali-Krieg verloren, Jemen-Krieg verloren, Venezuela: Sanktionskrieg verloren, Iran: Sanktionskrieg verloren, China: Sanktionskrieg verloren, Kuba: Sanktionskrieg verloren, Nicaragua: Sanktionskrieg verloren, Nordkorea: Sanktionskrieg verloren, Russland: Sanktionskrieg verloren.

    Wenn Russland sich konsequent politisch und wirtschaftlich von den NATO-Staaten abwendet und mithilfe Chinas sich auf den Osten konzentriert, haben die westlichen europäischen Staaten den wichtigsten Wettbewerbsvorteil ihrer Wirtschaft verloren, nämlich den preiswerten Zugang zu Rohstoffen und Energieträgern.

    Russland hat seine wirtschaftliche Orientierung in den ostasiatischen und zentralasiatischen Raum bekannt gegeben, sie nennen es nur nicht Sanktionen, aber die europäischen westlichen Staaten werden sehr bald begreifen, was tatsächliche Sanktionspolitik ist.

    Gegen Russland wurden seit 2010 rd. 10.400 Sanktionen verhangen… und hat es etwas geändert? …DER RUBEL IST STÄRKER GEWORDEN

    Wie sagt ein chinesisches Sprichwort: „Unterbrich niemals deinen Feind, wenn er einen Fehler macht!“

  2. Mike Hunter sagt:

    Wir dummen Deutschen schlucken auch einfach alles. Wir sind ca. 82 Mio mickrige Penner ohne Langzeitgedächtnis (warum sonst muss man uns seit 1945 jeden Tag daran erinnern wie schlecht wir sind), die versuchen gegen 7900 Millionen Umweltverschmutzer anzustinken. Man muss sich im Ausland, weit weg von Malle, nur mal umschauen wie es da so um die Umwelt und Umweltverschmutzung bestellt ist. Dann merkt man, dass die Grünen, die angeblichen Umweltschutzorganisationen, insbesondere die 99,9% aus Steuergeldern alimentierten, uns heftigst verarschen!

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