Diskussion über NATO-Beitritt: Drei Viertel der Österreicher wollen Neutralität beibehalten

10. Mai 2022
Diskussion über NATO-Beitritt: Drei Viertel der Österreicher wollen Neutralität beibehalten
National
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Wien. Finnland und Schweden sind auf dem besten Weg, ihre jahrzehntelange Neutralität über Bord zu werfen und der NATO beizutreten. Auch Österreich ist laut seiner Verfassung zur „immerwährenden Neutralität“ verzichtet. Auch dort gibt es von der Regierung forcierte Überlegungen, sich von der Neutralität zu verabschieden und ebenfalls der NATO beizutreten. Doch bei der Bevölkerung kommt dieser Kurs nicht gut an. Die überwiegende Mehrheit der Österreicher spricht sich gegen einen NATO-Beitritt aus.

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Dies ergab eine Anfang dieses Monats vom Österreichischen Institut für Meinungsumfragen und Datenanalyse durchgeführte und von der Austria Presse Agentur in Auftrag gegebene Umfrage. Demnach verneinen 75 Prozent der Befragten die Frage, ob ihr Land der NATO beitreten soll. Nur 14 Prozent sprechen sich dafür aus. Von den 1.000 befragten Österreichern gaben 52 Prozent an, daß die Wiener Neutralität einen ausreichenden Schutz vor äußeren Bedrohungen bietet, während 40 Prozent diese Ansicht nicht teilen. Immerhin 83 Prozent der Befragten sprechen sich aber für eine engere Koordinierung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik zwischen den EU-Mitgliedstaaten aus.

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Die österreichische Neutralität war 1955, zur Wiedergründung des Staates Österreich, die Voraussetzung für den Abzug der alliierten Besatzungstruppen und die Entlassung des Landes in die staatliche Souveränität. Obwohl Österreich an mehrere NATO-Staaten angrenzte, verzichtete es während des gesamten Kalten Krieges darauf, der NATO beizutreten. (mü)

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3 Kommentare

  1. Bernd Sydow. sagt:

    Die NATO wurde in den 50ern als transatlantisches Verteidigungsbündnis gegen die Bedrohung aus dem Osten – hauptsächlich durch die kommunistische Sowjetunion – gegründet. Im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland verzichtete die Republik Österreich auf die NATO-Mitgliedschaft und verpflichtete sich zu einer „immerwährenden Neutralität“. Dafür wurde sie sozusagen „belohnt“ mit dem Abzug der alliierten, hauptsächlich sowjetrussischen, Besatzungstruppen aus ihrem Land. Seit ihrer Ablehnung der NATO-Mitgliedschaft war ihre äußere Sicherheit freilich nie gefährdet! (Und die BRD? Hätte selbige sich zu einer „immerwährenden Neutralität“ verpflichtet, hätte Stalin der Vereinigung BRD – DDR sozusagen als „Belohnung“ zugestimmt. Aber Adenauer lehnte ab).

    Der militärische Konflikt in der Ukraine, für den ausschließlich Putin verantwortlich gemacht und von etablierter Politik und Mainstream-Medien schwer beschimpft wird, hat die Lügenpropaganda des Westens auf Hochtouren gebracht. Selbige hat erreicht, daß neutrale EU-Staaten und Nicht-NATO-Mitglieder wie bspw. Österreich, Finnland, Schweden, die von der Russischen Föderation weder bedroht wurden noch werden (die Ukraine ist kein EU-Staat), mit dem Gedanken spielen, der NATO beizutreten. Es kann sich aber durchaus als Irrtum erweisen zu glauben, eine NATO-Mitgliedschaft bietet grundsätzlich eine größere Sicherheit als eine Nicht-Mitgliedschaft!

    Da bleibt nur zu hoffen, daß bei den Regierenden dieser drei Staaten sich der gesunde Menschen- bzw. Bürgerverstand durchsetzt und sie der NATO nicht beitreten!

  2. Potzblitz sagt:

    Wen interessiert schon der Wille der Bürger ? Auch in Schweden und in Finnland sollen die Entscheidungen ohne Anhörung der Bürger getroffen werden. Wen wundert das ?
    Die Bürger müssen entscheiden, ob sie sich das bieten lassen.

  3. na,ja sagt:

    die Östereicher haben das richtig gemacht und haben im Gegensatz zu Deutschland keine Besatzungstruppe im Land.

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