Kölner Institut der Wirtschaft: Dem Industriestandort Deutschland droht der Kollaps

5. April 2022
Kölner Institut der Wirtschaft: Dem Industriestandort Deutschland droht der Kollaps
Wirtschaft
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Köln. Experten sind sich einig: mit der internationalen Konkurrenzfähigkeit der europäischen Wirtschaft geht es jetzt rapide bergab. Der Ukraine-Krieg ist dabei nur noch der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen bringt.

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Das Kölner Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) kommt in einer aktuellen Publikation zu dem Befund, daß der Anteil der EU an der globalen Wirtschaftsleistung seit der Jahrtausendwende um fast ein Drittel zurückgegangen ist; er liegt nur noch bei 18 Prozent. Aufgestiegen ist zur selben Zeit China; die USA sind ökonomisch ebenfalls zurückgefallen, aber nicht so stark wie die EU. Das IW führt die Entwicklung darauf zurück, daß von den zahlreichen Krisen der vergangenen Jahre einige – etwa der Brexit – die EU trafen, nicht aber deren globale Konkurrenz.

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In dieser Situation entfalten zusätzliche Belastungen wie die westlichen Rußland-Sanktionen oder Unsicherheiten bei der Energieversorgung verheerende Wirkung – vor allem für die deutsche Industrie. Speziell für die Autoindustrie sei die Lage sehr ernst. Bei weiteren Verschärfungen der westlichen Sanktionen und bei einer längeren Kriegsdauer, gar bei einem Stopp der russischen Energielieferungen nach Deutschland drohten „katastrophale“ Folgen für die deutsche Kfz-Industrie.

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Die führende Exportbranche der Bundesrepublik kämpfe zwar schon länger mit protektionistischen Tendenzen in den USA und mit dem Komponentenmangel etwa bei Mikrochips; doch habe die aktuelle Gefährdung eine „andere Qualität“ als zuvor. Der gesamten Branche drohe ein „kollektiver Kollaps“.

Die aktuellen Schwierigkeiten beruhen unter anderem darauf, daß beispielsweise eine zentrale Komponente im Fahrzeugbau, sogenannte Kabelbäume, zuletzt ganz überwiegend in der Ukraine gefertigt wurde, nachdem die arbeitsintensive Produktion in den vergangenen Jahren von Nordafrika in das osteuropäische Land verlegt worden war. Die deutsche Autoindustrie bezog am Vorabend des Krieges rund 80 Prozent ihrer Kabelbäume aus der Ukraine.

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Da kurzfristige Standortverlagerungen unmöglich seien und den Speditionen überdies rund 100.000 ukrainische LKW-Fahrer fehlten, drohe in den nächsten Wochen ein totaler „Lieferausfall“, der die gesamte Wertschöpfungskette der Pkw-Produktion zu paralysieren drohe – mit nicht absehbaren Folgen für „Wachstum und Beschäftigung“, wie es in der IW-Studie heißt. (se)

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4 Kommentare

  1. Omas Bioladen sagt:

    Wer braucht schon Industrie, Wertschöpfung und rauchende Schornsteine wenn er Ideologie, Twitter und ein Funktelefon besitzt? Ihr seid alle voll cringe.

  2. Altchemnitzer sagt:

    Der Anteil Europas an der globalen Wirtschaftsleistung ist stark zurückgegangen. Auf jeden Fall. Der Anteil Deutschlands an der Wertscöpfung ist aber noch stärker zurück gegangen. Weder in der Lehre noch im Studium sind junge Menschen bereit eine Ausbildung im Sinne von Wertschöpfung anzustreben. Der Trend für Deutschland geht zum Entwicklungsland.

    • Josef Schmoller sagt:

      @ Altchemnitzer:
      Wie sieht es denn bei den „Lehrenden“ in Deutschland aus? Was wollen DIE? – außer lebenslange Versorgung als Beamte oder Angestellte zu haben? Wie sieht es mit dem sog. „Bologna-Prozess“ aus? Wie gesund ist das? Wie erfolgreich läuft das? Wirklich? Wie sieht es bei diesen Dingen beim Besitz- und Bildungsbürgertum in Deutschland aus? Wie lange und wie weit können die Sauereien gegen das deutsche Volk weitergetrieben werden? Von wem? Und: Wie könnten die einfachen Bürger sich denn der Sauereien bewußt werden und „Gegenmaßnahmen“ ergreifen? – so, daß für „Ausbildung im Sinne von Wertschöpfung“ was möglich würde? Und erst recht: für die deutsche Jugend und das deutsche Volk? Darf man sowas heute noch fragen? Grüße: Josef

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