ZUERST!-Hintergrund: Umstrittenes Massaker in Butscha: Kriegsverbrechen oder Propagandalüge?

4. April 2022
ZUERST!-Hintergrund: Umstrittenes Massaker in Butscha: Kriegsverbrechen oder Propagandalüge?
International
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Foto: Symbolbild

Kiew/Moskau/Butscha. Offenbar basteln westliche PR-Agenturen in Zusammenarbeit mit ukrainischen Propagandaspezialisten gerade an der aktuellen Version des Massakers von Racak – die Bluttat in dem gleichnamigen Dorf im Kosovo hatte 1999 maßgeblich die Mobilisierung des Westens zum Krieg gegen das damalige Jugoslawien befeuert. Das aktuelle Pendant heißt Butscha. In dem Kiewer Vorort sollen russische Truppen vor ihrem Rückzug ein Massaker an der Zivilbevölkerung angerichtet haben. Die Bilder davon gehen um die Welt.

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Laut den örtlichen Behörden sollen fast 300 Leichen in den Straßen gefunden worden sein. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten, daß zahlreiche Tote zivile Kleidung getragen hätten. Sie wollen in einer einzigen Straße in Butscha mindestens 20 Leichen gesehen haben. Mindestens einem der Toten waren die Hände gefesselt.

Die Mobilisierung der Weltöffentlichkeit mithilfe des angeblichen „Massakers“ läuft bereits. Der ukrainische Präsident Selenskyj wird mit den Worten zitiert: „Das ist Völkermord. Die Auslöschung einer Nation und seines Volkes.“ Im US-Sender CBS forderte Zelenskyj, daß „alle Verantwortlichen, einschließlich der Befehlshaber, bestraft werden müssen“. Auch der ukrainische Außenminister Kuleba sprach von einem „absichtlichen Massaker“ und forderte weitere Sanktionen. Ersten Reaktionen zufolge zeigen sich Bundesverteidigungsministerin Lambrecht und Bundeskanzler Scholz dafür aufgeschlossen.

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Der örtliche Bürgermeister Anatoly Fedoruk behauptete: „Alle diese Menschen wurden erschossen. Sie haben sie mit einem Schuß in den Hinterkopf getötet.“ Es stünden Autos auf den Straßen, in denen „ganze Familien getötet wurden: Kinder, Frauen, Großmütter, Männer“. Nach Angaben des Bürgermeisters mußten 280 Menschen in Butscha in Massengräbern beigesetzt werden, da die drei städtischen Friedhöfe noch in Reichweite des russischen Militärs lagen.

Sowohl russische Stellen als auch der unabhängige russische Reporter Alexander Koz widersprechen den ukrainischen Darstellungen. Das russische Verteidigungsministerin erwähnt in einer ersten Stellungnahme eine Reihe von Ungereimtheiten in den ukrainischen Verlautbarungen. Es handle sich um eine weitere „Provokation“ der ukrainischen Seite.

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Das Ministerium weist darauf hin, daß es während der russischen Besetzung Butschas zu keinerlei Mißhandlungen gekommen sei; die Einwohner hätten sich zu jeder Zeit frei bewegen und auch den Mobilfunk nutzen können. Die Zufahrtsstraßen zu dem Ort seien zu keiner Zeit gesperrt gewesen. Allerdings wundert man sich in Moskau darüber, daß auch Bürgermeister Fedoruk in seiner ersten Videobotschaft nach dem Abzug der russischen Truppen nicht über die angeblichen Massaker und Leichenfunde berichtet habe.

„Daß Leichen von erschossenen Einheimischen mit zusammengebundenen Händen auf der Straße liegen würden, wurde von ihm (…) keinesfalls angesprochen“, heißt es in der Erklärung des Ministeriums. Es sei deshalb auch nicht verwunderlich, daß alle angeblichen Beweise für russische Kriegsverbrechen „erst am 4.  [nach dem russischen Rückzug, d. Red.] auftauchten, als Beamte des ukrainischen Sicherheitsdienstes und ukrainische TV-Medien in der Stadt eintrafen“. Auffällig sei auch, „daß alle Leichen, deren Bilder vom Kiewer Regime veröffentlicht wurden, nach mindestens vier Tagen nicht erstarrten, keine charakteristischen Leichenflecke hatten und in den Wunden nicht geronnenes Blut aufwiesen“.

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Auch der russische Kriegsreporter Alexander Koz, der sich bis zum Abzug der russischen Truppen einen Monat lang in der Umgebung von Kiew aufhielt, gelangt zu einer ähnlichen Einschätzung. „Die Taktik der Videoinszenierung erstaunt mich seit Syrien nicht mehr, wo massive Raketenangriffe auf der Grundlage von Inszenierungen der ,Weißhelme‘ beschlossen wurden“, teilte Koz am 3. April mit. Er bestätigt die russische Darstellung, wonach es während der russischen Besetzung des Ortes zu keinerlei Feindseligkeiten vonseiten oder gegenüber den Einwohnern  gekommen sei. Das russische Militär „gab ihnen Trockenrationen und brachte Medikamente (…). Und wenn sie irgendjemanden zwangen, in den Keller zu gehen, dann nur für ihre eigene Sicherheit.“

Zu Gewalttaten sei es dann allerdings nach dem russischen Abzug gekommen. Als das ukrainische Militär schließlich nach einigen Tagen auf den Ort vorrückte, „begann eine ,Hexenjagd‘ auf diejenigen, die mit den ,Besatzungstruppen‘ kollaboriert hatten. In der Hitze des Krieges macht sich niemand die Mühe, nach Beweisen zu suchen, und es tauchen Leichen mit gefesselten Händen auf, die in Brunnen geworfen werden. Nur: Der Zustand der Leichen läßt darauf schließen, daß sie frühestens vorgestern ermordet wurden“ (also am Freitag, 1. April; d. Red.).

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Auch war es die ukrainische Führung, die mit dem Aufruf an alle Zivilisten, zu den Waffen zu greifen und Widerstand zu leisten, bewußt die Grenzen zwischen Soldaten und Zivilisten verwischte.

Andererseits hat gerade die Geschichte bewaffneter Konflikte und Kriege mit Beteiligung russischer/sowjetischer Armeen gezeigt, daß Greueltaten und Massaker an Zivilisten – es sei beispielsweise an Nemmersdorf 1944 oder Metgethen 1945 erinnert – auch heuer nicht ausgeschlossen werden können.

Man darf gespannt sein, was als Nächstes kommt. Mit einer weiteren Eskalation an der Propagandafront ist zu rechnen. (mü)

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8 Kommentare

  1. Bernd Sydow. sagt:

    Der russische Außenminister Lawrow weist jegliche Tatbeteiligung russischer Truppen am angeblichen Massaker von Butscha zurück. Und rein logisch gedacht: Warum hätten die russischen Soldaten so etwas Schreckliches denn tun sollen? Zum einen gelten die Ukrainer für die Russen trotz Krieg weiterhin als Brudervolk, zum anderen hätte so eine Aktion für die russischen Truppen nicht den geringsten militärischen Vorteil gebracht.
    Und das Folgende soll jetzt keine Rechtfertigung für die Tötung von Zivilisten sein: Aber nach dem Kriegsvölkerrecht gelten Zivilisten, die mit Waffen in die Kämpfe eingreifen, nicht als Kombattanten (reguläre Soldaten), sondern quasi als Verbrecher, die keinen Anspruch auf Behandlung als Kriegsgefangene haben.
    Also noch einmal: Cui bono? Nun, der russischen Seite auf keinen Fall, wohl aber der ukrainischen, wie die prompte Vorverurteilung von Putin und seinen Truppen durch den Westen (USA, EU, BRD) gezeigt hat.

    Historischer Rückblick:
    Als die deutsche Wehrmacht in die sowjetische Ukraine einmarschiert war und Richtung Moskau immer weiter vorrückte, wurden bei Katyn (Ort bei Smolensk) Massengräber ermordeter polnischer Offiziere entdeckt. Eine internationale Kommission von Rechtsmedizinern ermittelte ein Todesdatum, zu dem im Gebiet von Katyn noch gar keine deutschen Truppen waren (die polnischen Offiziere wurden – wie sich herausstellte – vom sowjetischen Geheimdienst ermordet). Trotzdem wurde nach dem Krieg die Wehrmacht für dieses Massaker verantwortlich gemacht, mehrere ihrer Offiziere wurden von den Sowjets zum Tode verurteilt und erschossen.

    Was würde geschehen, wenn sich herausstellte, daß nicht russische Truppen dieses Massaker in Butscha verübt haben? Nun, es kann nicht sein, was nicht sein darf!

    • Olena Rudnieva sagt:

      Cui bono hin oder her.
      Wer einmal besoffene junge russische Männer erlebt hat, hat eine Ahnung zu was die Alles fähig sind, wenn sie bewaffnet Unbewaffneten gegenüberstehen.
      Da brauch man keinen rationalen Analyseansatz. Da kann man eher Analogien aus dem Tierreich bemühen. Das gleich gilt übrigens auch für die Ukrainer.

  2. Spionageabwehr sagt:

    Jetzt tauchen die üblichen Verdächtigen auf
    Propagandafrau Marie L. Beck bei „Christiansen“-TV

    Erst mal abwarten, was eine unabhängige Untersuchung ergibt.

    Was die Ukraine die Sympathien kosten kann:
    Jetzt werden die üblichen Verdächtigen herangekarrt.
    Sie benutzen Putins Angriffskrieg,
    um einen Weltkrieg zugunsten fremder Großmachtinteressen loszutreten.
    Und Deutschland hineinzuziehen.

    Egal auf welche Seite wir uns schlagen:
    Wir wären in jedem Fall nur nützliche Idioten.

    Warten wir ab.
    Die nächste Falschflagge kommt bestimmt.

  3. Skeptiker sagt:

    @ Berlin 59:
    Ihr Kommentar ist bzgl. der letzten Sätze widersprüchlich: Eine kampfunwillige Truppe verbündet sich eher mit der Zivilbevölkerung, als sie willkürlich zu morden. Dagegen hat z.B. Ilja Ehrenburg im 2. Weltkrieg explizit russ. Soldaten zu Verbrechen an der dt. Zivilbevölkerung aufgerufen. Die ganzen Umstände vor Ort stinken zum Himmel und sollen wahrscheinlich den Konflikt zum 3. Weltkrieg eskalieren. Europa zahlt die Zeche – der lachende Dritte in Übersee zieht an den Schnürchen der Marionetten.

    • Ali Baba sagt:

      Ilja Ehrenburg im 2. Weltkrieg explizit russ. Soldaten zu Verbrechen an der dt. Zivilbevölkerung aufgerufen. „“ So war es..Ein Super-Schwein!!

  4. Ali Baba sagt:

    że w lusterku wstecznym widać jak „trup” wstaje, gdy tylko samochód z operatorem przejeżdża obok““ /Butscha/…/der poln. Seite entnommen/.
    Dass man im Rückspiegel sehen kann, wie die ‚Leiche‘ aufsteht, sobald das Auto mit dem Fahrer vorbeifährt.“

  5. Scripted Reality sagt:

    Allein schon der Name des Ortes klingt für englischsprachige Ohren wie ein „Zufall“.Butsch und Butcher /Schlächter, da lässt sich was draus machen.

    Zuerst sollte man Untersuchungen abwarten und NEUTRAL untersuchen.
    Stimmt die Anzahl der Toten?
    Deren Idendität?

    In der ganzen Story gibt es zu vile Unstimmigkeiten, die Ukrainer würdn davon am meisten profitieren.

    Auffällig ist die Doppelmoral, erinnert sei an das Video mit der Mißhandlung und Erschießung russischer Soldaten.

    Das war vor acht Tagen, die Medien haben den Deckel draufgehalten und alles getan, um diese zu unterdrücken.

    Nur ein neuer deutscher Nachrichtensender zeigte das Video, aber bestimmt nur, um Quoten und Zuschauer zu gerieren.

    Erinnert sei an die Brutkastenüge.
    Es war die 15 jährige Tochter des kuwaitischen Botschafters, die tränenreich eine Story auftischte, die aber nicht stimmte.

    Gebrieft war diese durch die Werbeagentur Hill & Knowlton.

    Auch der Arzt machte einen Rückzieher, erst waren es 312 Babies, dann 74, dann 30 und am Ende 19 VOR dem Einmarsch.

    Die USA kennen sich gut aus, sei es das Massaker in My Lai in Vietnam oder No Gun Ri in Nordkorea.Ganz zu schweigen von deren Air Force.

  6. Berlin 59 sagt:

    Das ist die Handschrift Russischer Truppen, das war 1914 in Ostpreußen, 1944/45 in Ost und Mitteldeutschland so, das hat man auch aus Afganistan gehört. Zeitungen aus der Schweiz und Schweden haben damals, 1945, berichtet das die Sowjetischen Truppen die Deutsche Bauernbevölkerung ausrotteten. Man hängt der jeweiligen Bevölkerung symbolisch ein Schild um den Hals und schon ist jede Gräueltat gerechtfertigt. Die SPD hat es bis jetzt noch nicht mal geschafft den unseligen Schröder auszuschließen.
    Bereitet aber Gesetze und Verordnungen vor die Meinungsfreiheit stark einschränken und jeden Stigmatisiert und Verurteilt der sich nicht dem totalitären linken SPD Denken unterwirft. Die SPD Rhetorik hat sich ja schon seit längeren der von Putin angenähert. Die Ereignisse in Butscha entsprechen eigentlich dem gesamten katastrophalen Kriegsverlauf in der Ukraine. Zivilisten werden bevorzugt angegriffen, Krankenhäuser, Theater usw. werden komplett zerstört. Die Russen habe bisher keine nennenswerte Stadt erobert. Ich habe den Eindruck das die Russische Heeresleitung ihre Befehle an die Truppe nicht durchsetzen kann. Die weigern sich hart anzugreifen und wenn die Offiziere Druck machen streikt die Einheit. Putin hat eben nicht die totale Macht wie Stalin. Zum Glück.
    Viele Russische Soldaten fühlen sich von ihren Staat missbraucht und träumen auch nicht wie die Europäische Sozialisten Clique von einer neuen Sowjetunion.

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