Die Krise ist da – Jetzt wird es ernst: Weniger heizen, weniger essen, weniger einkaufen

4. April 2022
Die Krise ist da – Jetzt wird es ernst: Weniger heizen, weniger essen, weniger einkaufen
Wirtschaft
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Foto: Symbolbild

Berlin. Nach Bundespräsident Steinmeier stimmt jetzt auch Bundesfinanzminister Lindner (FDP) die Deutschen auf härtere Zeiten und Wohlstandsverluste ein. Auch Lindner macht dafür allerdings nicht die eigene Politik mit ihrem Verzicht auf preisgünstiges russisches Gas verantwortlich, sondern den Ukraine-Krieg. „Der Ukraine-Krieg macht uns alle ärmer, zum Beispiel, weil wir mehr für importierte Energie zahlen müssen“, sagt der FDP-Chef verunklarend. Und: „Diesen Wohlstandsverlust kann auch der Staat nicht auffangen.“ Er habe „ernsthafte Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung. Das Wachstum geht zurück, die Preise steigen“, sagte Lindner der „Bild“-Zeitung.

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Bei einer Verschärfung des Konflikts und im Falle eine Lieferstopps russischer Energieimporte könnte Europas größter Volkswirtschaft nach Einschätzung der „Wirtschaftsweisen“ ein Konjunktureinbruch drohen.

Die Bürger merken es schon jetzt: die massiv gestiegenen Verbraucherpreise werden für immer mehr Menschen zur Belastung. Etwa jeder siebte Erwachsene in Deutschland (15,2 Prozent) kann nach eigenen Angaben kaum noch seine Lebenshaltungskosten bestreiten, wie eine Yougov-Umfrage im Auftrag der Postbank ergab. Von den Befragten aus Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen von unter 2500 Euro gibt inzwischen fast ein Viertel (23,6 Prozent) an, wegen gestiegener Preise kaum noch in der Lage zu sein, die regelmäßigen Ausgaben zu stemmen.

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Experten rechnen damit, daß der Krieg in der Ukraine Rohstoffe wie Gas, Öl, aber auch Weizen dauerhaft verteuern wird. „Angesichts aller Unsicherheiten, die der Beginn des laufenden Jahrzehnts mit sich bringt, ist eines klar: Wir erleben das Ende einer Ära billiger Rohstoffe“, sagte der Chef des luxemburgischen Rohstoffkonzerns Eurasian Resources Group (ERG), Benedikt Sobotka. Die internationalen Sanktionen trügen zu einem beispiellosen Preisanstieg bei.

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Erste öffentliche Schwimmbäder senken bereits die Wassertemperatur, wie die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte. Sollte Rußland seine Gaslieferungen kappen, könnten städtische Bäder auch geschlossen werden. In niederländischen Behörden wird die Heizung um zwei Grad Celsius nach unten geregelt. Bürger sind aufgerufen, zu Hause höchstens auf 19 Grad zu heizen. „Ziehen Sie eine warme Jacke oder einen warmen Pullover, Socken und Hausschuhe an“, wird geraten. Wer daheim aktiv sei, könne den Thermostat noch ein Grad niedriger drehen. (rk)

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9 Kommentare

  1. Jürgen Rossel sagt:

    Dann gehen wir halt allemal hin, sammeln Flaschen und gehen an die Tafel!

  2. Bernd Sydow. sagt:

    Als Minister dieser „Ampel“-Regierung kann es Lindner (FDP) sich nicht erlauben, gegen den hiesigen Putin- bzw. Rußland-feindlichen Mainstream zu argumentieren. Die Wahrheit ist nämlich, daß nicht der Ukraine-Krieg als solcher, sondern
    die westliche Hetze und scharfen Sanktionen gegen die Russische Föderation zur Einschränkung preisgünstiger russischer Energielieferungen – insbesondere Erdgas – geführt haben.

    Lindner muß, ob er will oder nicht, mit den Putin-hassenden Wölfen (Scharfmacher Baerbock und Harbeck) heulen. Da nützt auch die Erkenntnis nichts, daß die hiesige Politik der rußlandfeindlichen Sanktionen erheblichen Schaden für Deutschlands Industrie, Wirtschaft und Versorgung unserer Bevölkerung zur Folge hat. Als die französischen Bürger kein Brot mehr hatten, weil sie es sich nicht mehr leisten konnten, kam es zu Massenprotesten und schließlich zur Französischen Revolution.

    Aber die Verteuerung unserer Lebensmittel – Rußland ist auch Weizen-Lieferant -, bei Heizenergie und Autokraftstoff ist kein unabwendbares Schicksal! Die deutsche Regierung hat es in der Hand, durch eine drastische Änderung ihrer Rußland-Politik diese Verteuerung zu stoppen. Es gehört freilich politischer Mut dazu, gegen den EU-Strom des ununterbrochenen Putin-Bashings zu schwimmen, den – wie ich leider vermute – Kanzlerchen Scholz mit dem Gros seiner „Ampel“ nicht hat!

  3. Gelbspötter sagt:

    Ich erinnere auch mal gerne an den Shitstorm gg. Thilo Sarrazin vor Jahren, als der die Meinung äußerte, dass 18° in der Wohnung mit Pullover durchaus erträglich seien und dass er (lt. Buch mit seiner Frau) ausprobierte und nachwies, dass man auch unter H4-Vorgaben sättigende und zufriedenstellende Mahlzeiten zustande bringen kann. Jetzt haben dieselben Kritikaster kein Problem damit, dem gewöhnlichen Volk nur w/ einer idiotischen Energiewende-Politik und eines Kriegs, der uns nichts angeht, demnächst frieren ohne Heizung, und hungern zwangsweise zu verordnen. Ob die meisten dieser selbstgerechten Kaste dann ihrerseits aus Solidarität wenigstens auf Champagner und Kaviar sowie gewärmtes Badewasser verzichten werden, halte ich für unwahrscheinlich. Vielleicht wären aber stark gekürzte Diäten und Gehälter der Einsicht förderlich.

    • Waldgänger sagt:

      @Gelbspötter:
      D’accord!
      Wenn die rot-grüne, polit-mediale BRD-Kaste wenigstens mit gutem Beispiel vorangehen würde…
      Aber weit gefehlt…
      Wenn für das Volk kein Brot mehr da ist, soll’s doch Kuchen essen!
      Was für eine bodenlose Arroganz und Dekadenz!
      „Friede den Hütten, Krieg den Palästen!“

  4. Winnetou Apatschi sagt:

    Die EZB-Bank kann diesen Strudel nicht mehr aufhalten.

    Unsere Führung müsste die Steuern auf Treibstoff drastisch senken und vor allem diplomatische Lösungen mit Rußland suchen und finden.

    Der Krieg muss gestoppt werden. Das wird nicht mit Waffen und Sanktionen möglich sein, sondern nur durch ernsthafte Verhandlungen.

  5. Gelbspötter sagt:

    Da empfahl doch Jemand bereits im letzten Jahr bereits den Schülern das Kälteempfinden durch Hüpfen und Händeklatschen zu bekämpfen. Zu meiner Zeit nannte man in Schule und Kindergarten diese „Übung“ kurz und knapp MACH MAL DEN HAMPELMANN !

  6. Gelbspötter sagt:

    Da empfahl doch Jemand bereits im letzten Jahr bereits den Schülern das Kälteempfinden durch Hüpfen und Händewaschen zu bekämpfen. Zu meiner Zeit nannte man in Schule und Kindergarten diese „Übung“ kurz und knapp MACH MAL DEN HAMPELMANN !

  7. Sack sagt:

    Na eben „Frieren für die Freiheit!“ und die Verantwortlichen ducken sich weg und schwingen große Reden …. – wie immer!

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