Marine Le Pen im Wahlkampf-Auftakt: „Es gibt kein europäisches Volk“

21. Januar 2022
Marine Le Pen im Wahlkampf-Auftakt: „Es gibt kein europäisches Volk“
International
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Paris. Wenige Monate vor den franzöischen Präsidentschaftswahlen schaltet auch die Vorsitzende des Rassemblement National (vormals Front National), Marine Le Pen, in den Wahlkampfmodus. Im Rahmen einer Pressekonferenz am 18. Januar erläuterte sie vor Medienvertretern ihre Europa-Vision und die Grundzüge ihres Programms, das einen Gegenentwurf zum „beunruhigenden“ Projekt von Präsident Macron bieten soll.

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Die langjährige Europaabgeordnete und frühere FN-Chefin möchte ein „europäisches Bündnis der Nationen“ aufbauen, ein Ziel, das „im Gegensatz zu dem von Emmanuel Macron vertretenen steht“. Mit der EU ging die rechte Kandidatin nicht zuletzt wegen deren ineffizienten Grenzregimes hart ins Gericht. Auch den französischen Präsidenten Macron – den sie als „Faktotum von Frau Merkel“ bezeichnete – kritisierte sie und warf ihm vor, er wolle „unseren Verteidigungsapparat auf Gegenseitigkeit stellen, insbesondere mit den Deutschen, von denen uns alles trennt“ (sic!).

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Allerdings bejaht auch Marine Le Pen die Notwendigkeit einer „Zusammenarbeit zwischen den europäischen Nationen“, wenn die Interessen übereinstimmen. Brüssel hingegen wolle „alles auslöschen, was uns an unsere Wurzeln und unsere Identität erinnern könnte“, und „seine Gesetze über die Verfassungen der Staaten stellen“. Ihre besondere Solidarität gelte deshalb den Regierungen in Warschau und Budapest, die sich „weigerten, sich dem Brüsseler Diktat zu unterwerfen“. Marine Le Pen zufolge wird es „keine europäische Souveränität geben, weil es kein europäisches Volk gibt“.

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Sollten die Franzosen ihre Kandidatur unterstützen, werde sie nicht nur „Frankreich vor der organisierten Dekonstruktion retten, sondern auch Europa vor einer programmierten demografischen Unterwanderung“, fügte sie hinzu. Der erste Durchgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich findet am 10. April statt. (mü)

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3 Kommentare

  1. […] Marine Le Pen im Wahlkampf-Auftakt: „Es gibt kein europäisches Volk“ […]

  2. Bernd Sydow. sagt:

    Marine Le Pens Feststellung „Es gibt kein europäisches Volk“ ist dermaßen eindeutig und unbestritten, daß diese Tatsache eigentlich keiner besonderen Erwähnung bedarf. Genau das meinte schon Charles de Gaulle, als er von einem „Europa der Vaterländer“ sprach. Als Präsidentschaftskandidatin der französischen Rechten ist ihre Äußerung ganz klar eine Kampfansage an den amtierenden Präsidenten Macron und seine volksschädliche Vision von den „Vereinigten Staaten von Europa“.

    Marine Le Pen erkannte klugerweise, daß ihr Vater, Gründer und Vorsitzender des Front National, zu radikal war, um Chancen auf das Präsidentenamt zu haben (welches er im Grunde gar nicht wollte). Sie distanzierte sich politisch von ihm und gründete den weit weniger radikalen Rassemblement National. Nach meiner Einschätzung hat Patriotin Le Pen deutlich bessere Chancen auf das Amt des Präsidenten als ihr Konkurrent, der rechtsradikale Hau-Drauf Eric Nemmour. Mit ihren übrigen Aussagen liege ich ganz auf ihrer Linie, aber jene „von den Deutschen trennt uns alles“ sollte man in diesem Kontext nicht überbewerten (diese Aussage von ihr ist quasi ein „Schmankerl“ für die französisch-nationalen Bürger). Wahrscheinlich meint sie hier Nationalstolz und Patriotismus, die die Deutschen – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen – im Gegensatz zu den Franzosen so schmerzlich vermissen lassen!

    Ich jedenfalls halte Marine Le Pen als Präsidentin der Republik Frankreich auch für uns Deutsche für die bessere Wahl als den seinerzeitigen Merkel-Schleimer Emmanuel Macron!

  3. Frontalier sagt:

    “ von denen uns alles trennt“: Da wird sich Mme. LE PEN, wie auch ZEMMOUR, doch wohl besser informieren müssen, denn die derzeitige Regierung Deutschlands steht nicht für das gesamte Volk. In den Grenzregionen geht es seit langem Jahren um Kooperation und nicht um Konfrontation. Einer schätzt den Anderen und will ihn nicht dominieren.In Sachen CoronaDemos laufen wir bereits Seite an Seite.

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