Raus aus dem Dollar: Goldbestände nehmen zu, Dollarbestände schrumpfen

4. Januar 2022
Raus aus dem Dollar: Goldbestände nehmen zu, Dollarbestände schrumpfen
Wirtschaft
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Tokio/Neu Delhi. Die Ent-Dollarisierung der Weltwirtschaft schreitet voran: immer mehr Länder stocken ihre Goldbestände auf, während sie gleichzeitig ihre Dollar-Bestände reduzieren. In letzter Zeit haben besonders Schwellenländer wie Thailand, Indien und Brasilien der US-Währung ihr Vertrauen entzogen. Indien und Brasilien sind Mitglieder der von Rußland ins Leben gerufenen BRICS-Allianz.

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Die Goldbestände in den Devisenreserven der Zentralbanken haben mittlerweile ein 31-Jahres-Hoch erreicht. Nach Angaben des World Gold Council haben die Banken ihre Goldbestände in den letzten zehn Jahren um mehr als 4.500 Tonnen aufgestockt. Im September beliefen sich die Reserven auf rund 36.000 Tonnen – der größte Bestand seit 1990 und ein Anstieg um 15 Prozent allein gegenüber dem Vorjahr.

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Gleichzeitig ist der Anteil des Dollars an den Devisenreserven in den letzten zehn Jahren stark zurückgegangen. Im Jahr 2020 sank der Anteil des Dollars an den Währungsreserven auf den niedrigsten Stand seit einem Vierteljahrhundert.

Analysten zufolge setzen die Zentralbanken, insbesondere in den Schwellenländern, ihre Umschichtung in Gold fort und bringen damit das wachsende Mißtrauen gegenüber dem Dollar-Weltwährungssystem zum Ausdruck. In den ersten neun Monaten des Jahres 2021 kaufte etwa Thailand rund 90 Tonnen, Indien 70 und Brasilien 60 Tonnen Gold an.

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Für viele Zentralbanken und öffentliche Einrichtungen war die Finanzkrise von 2008 das Signal für einen Kurswechsel. „Das Vertrauen in Dollar-Vermögenswerte geriet dadurch ins Wanken“, sagt Marktanalyst Itsuo Toyoshima, der von Nikkei Asia zitiert wird. An den Börsen zeigt sich der Goldpreis unterdessen stabil. Er notierte am 30. Dezember bei 1.806 US-Dollar je Feinunze. (mü)

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2 Kommentare

  1. Bernd Sydow. sagt:

    Was ist eigentlich mit den bundesdeutschen Goldbeständen? Während des Kalten Krieges wurde das Gros von ihnen in die USA ausgelagert. Ist unser Gold immer noch dort oder mittlerweile – der Kalte Krieg ist längst vorbei – nach Deutschland zurückgeholt worden? Damals waren die USA unsere Freunde (der BRD), heute sind sie es nicht mehr! Um so berechtigter ist die Frage, ob unser Gold eigentlich noch in vollem Umfang vorhanden ist. In den deutschen Medien (TV und Hörfunk) hört man zu diesem Thema rein gar nichts.

    Oder vermeiden die hiesigen Mainstream-Medien deswegen dieses Thema, weil sie dann eine „unangenehme Wahrheit“ verkünden müßten und die Gefahr bestünde, daß die Michel-Deutschen aus ihrem Tiefschlaf erwachen?

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