Frau Sheinbaums Sorge um die Indigenen: Kolumbus muß einer Indianerin weichen

15. Oktober 2021
Frau Sheinbaums Sorge um die Indigenen: Kolumbus muß einer Indianerin weichen
International
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Mexiko-City. Es ist inzwischen alle Jahre das gleiche Spektakel: zum „Kolumbus-Tag“ (der seit 1937 in vielen Ländern der Neuen Welt am zweiten Montag im Oktober gefeiert wird) sollen Kolumbus-Statuen entfernt, umgestürzt oder umbenannt werden. Jetzt ist der Steit in Mexiko-City erneut entbrannt. Dabei ist im dortigen Stadtzentrum die Kolumbus-Statue längst entfernt worden. An ihrer Stelle soll die Figur einer jungen Indianerin errichtet werden.

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Es handelt sich um eine rund sechs Meter hohe Kopie einer vor kurzem entdeckten Skulptur ungefähr aus der Zeit der Ankunft von Kolumbus in Amerika, wie die Bürgermeisterin der mexikanischen Hauptstadt, Claudia Sheinbaum, am Dienstag, dem diesjährigen Kolumbus-Tag, mitteilte.

Es solle sich dabei um eine Hommage an indigene Frauen handeln, die immer wieder Opfer von Rassismus und Diskriminierung geworden seien. Wenige Wochen zuvor hatte Sheinbaum erst einen anderen Ersatz der Kolumbus-Statue präsentiert. Die Skulptur eines Kopfes von einem zeitgenössischen Künstler, die ebenfalls indigene Frauen repräsentieren sollte, sorgte allerdings wegen ihres Aussehens überwiegend für Spott.

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Die neue Lösung ist eine Kopie der zwei Meter hohen Steinskulptur „Die Jugendliche von Amajac“, die zwischen 1450 und 1521 entstanden sein soll und im Januar im östlichen Bundesstaat Veracruz zufällig von Bauern gefunden wurde. Sie stellt laut Archäologen wahrscheinlich eine Herrscherin dar.

Die Kolumbus-Statue stand zuvor seit 1877 an der Prachtstraße Paseo de la Reforma. Sie wurde bereits im Oktober vergangenen Jahres entfernt, um sie zu restaurieren. Zuvor hatten linke Gruppen gedroht, sie vom Sockel zu stoßen. Die Statue soll nun an einem weniger prominenten Ort, einem kleinen Park, wiederaufgestellt werden. (mü)

Bildquelle: Wikimedia/ProtoplasmaKid/CC BY-SA 4.0

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7 Kommentare

  1. Berlin 59 sagt:

    Naja, aber mit Kolumbus kam für die Einheimischen Sklaverei und Vernichtung.

  2. werner ruzicka sagt:

    Das Aufstellen der Statue einer INdianerin wird die Lage der gegenwärtig lebenden Indianer nicht änderen. Die leben heutzutage in schlimmerer Armut als zur Zeit vor ihrer „Entdeckung“ . Doch ihnen zu helfen, damit kann man keinen Staat machen. Die Einweihung einer Statua jedoch kommt gross im Fernsehen heraus,

  3. Mike Hunter sagt:

    Kann es sein, dass überall wo eine bestimmte Art von Frauen an die Macht kommt, nur Ärger und Chaos verbreitet wird? Merkel, Pelosi, vdLeyen, Sheinbaum, Trudeau ( 🙂 ), Reker, Malu Dreyer, Lagarde etc…….

  4. Spionageabwehr sagt:

    Kolumbus umstürzen ist schon richtig

    Kolumbus in der Neuen Welt ist in etwa so provokativ wie
    Churchill und sein Bombenwerfer-Haarriss in Deutschland.

    1492 rückgängig machen

    Das Gebot der Stunde.
    Wir werden vom selben Imperium beherrscht und ausgequetscht
    wie die Mexikaner.

    • Wolfsrabe sagt:

      Falsche Sicht- und Herangehensweise.
      Das Stärkere, Erfolgreichere, Durchsetzungsstarke hat sich in der Vergangenheit nicht aufhalten lassen. So auch nicht der Weiße in Amerika.

      Heute scheint man es andersherum machen zu wollen: Das Leistungs- und Durchsetzungsschwache, wird künstlich erhöht und soll über das ehemals Starke bestimmen und Beherrschen, und letzterer soll sich selbst bestrafen und einschränken.

      Absoluter Quatsch.

      • Spionageabwehr sagt:

        Wo standen wir denn bis vor 500 Jahren?
        Und wo stehen wir heute?
        Die Gezeitenwende ist doch nur zu begrüßen.
        Aus deutscher Sicht jedenfalls.

  5. Lack sagt:

    Warum nimmt man nicht die Statue einer alten vom Lebenskampf gezeichneten Indianerin?
    Alte sind eben nicht beliebt, obwohl sie ja das Leben weiter getragen und erhalten haben.
    Aber was zählt Verdienst in dieser wilden Welt ….
    Ein junger Tunichtgut wird höher angesehen als ein alter vom Leben Gebeugter!

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