Weil „Nordpol“ voll „nazi“ ist: Der Buchstabiertafel geht es an den Kragen

23. August 2021
Weil „Nordpol“ voll „nazi“ ist: Der Buchstabiertafel geht es an den Kragen
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Der Kulturkampf linker Sprachpolizisten treibt immer absurdere Blüten. Jetzt sollen „Nazi-Relikte“ in der Buchstabiertafel ausgetilgt werden. Verantwortlich dafür ist das Deutsche Institut für Normung (DIN), das sich schon seit geraumer Zeit die „Diktierregeln“ vorgenommen hat. Und die sind den Sprachreformern noch nicht „divers“ genug – und Buchstabierhilfen wie „Siegfried“ oder „Nordpol“ sind gar „nazi“-verdächtig.

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Ausgelöst hat die irre Diskussion der baden-württembergische Antisemitismus-Beauftragte Michael Blume. Ihn stört, daß in der aktuellen Buchstabiertafel noch immer Relikte aus der Zeit der Nationalsozialisten stecken. Diese hatten 1934 alle jüdischen Namen entfernt: aus David wurde Dora, aus Nathan Nordpol, aus Samuel Siegfried. Zwar wurde die Tafel nach 1945 einige Male überarbeitet. Doch Nathan blieb draußen, Nordpol drin.

Nordpol klingt unverdächtig, aber für Blume ist es ein Beispiel, wie Antisemitismus (!) funktioniert. „Es gibt ganz viele Bereiche, die von den Nazis vergiftet wurden. Sie werden zu Traditionen, über die niemand mehr nachdenkt.“ Der Nordpol etwa sei der Ort, „von dem nach der alternativen Geschichtsschreibung der Nazis die Arier herkommen“, sagt Blume. Mit diesem Wissen aber müsse man „den Nordpol aus der Buchstabiertafel streichen“.

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Weil die Buchstabiertafel ohnehin in die Jahre gekommen ist, haben die DIN-Experten nun dem Vernehmen nach gleich alles umgekrempelt. Feuerwehrleute, Sekretariate, kaufmännische und andere Berufe, die die Buchstabiertafel hauptsächlich für ihre Kommunikation nutzen, hätten sich etwas aus ihrer Lebenswelt gewünscht. Nun sollen es deutsche Städte richten – also Köln statt „Konrad“. Auch deshalb, weil damit Zuwanderer mehr anfangen könnten, argumentiert allen Ernstes Kathrin Kunkel-Razum, die Leiterin der Duden-Redaktion. Das alles läßt für die überarbeitete Version der DIN-Buchstabiertafel nichts Gutes erwarten. (rk)

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