Ermittlungen nach der Flutkatastrophe: Nicht nur der Landrat war verantwortlich

14. August 2021
Ermittlungen nach der Flutkatastrophe: Nicht nur der Landrat war verantwortlich
National
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Koblenz. Nach der verheerenden Flutkatastrophe in der Eifel hat jetzt die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung aufgenommen. Geprüft wird insbesondere, ob der Landrat von Ahrweiler, Jürgen Pföhler, die Verantwortung für den Katastrophenschutz am 14. Juli an ein Mitglied des Krisenstabs abgeben durfte. Zudem werde untersucht, ob der CDU-Politiker die eingesetzte Person nicht hätte häufiger kontrollieren müssen, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Koblenz mit.

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Der Landrat hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft zuvor mitgeteilt, er habe die Einsatzleitung für den von der Unwetterkatastrophe stark getroffenen Kreis Ahrweiler schon vor Jahren an eine dritte Person übergeben. Diese habe am 14. Juli um 23.09 Uhr den Katastrophenalarm ausgelöst.

Die „Rhein-Zeitung“ stellte indessen die Frage in den Raum, ob Pföhler die Verantwortung am Flutabend überhaupt delegieren durfte. Sie verwies auf eine Dienstvorschrift, der zufolge „bei weiträumigen und länger andauernden Großschadenereignissen oder in Katastrophenfällen die unmittelbare Leitung durch die politisch-gesamtverantwortliche Instanz nötig“ sei. Das sei der jeweilige Landrat.

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hatte am 6. August mitgeteilt, daß sie ein Ermittlungsverfahren eröffnet habe. Bei den Untersuchungen gegen Pföhler und ein weiteres, nicht näher genanntes Mitglied des Krisenstabs geht es um den Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen am Abend des Hochwassers vom 14. Juli. Es wird auch geprüft, ob mit früheren Warnungen oder Evakuierungen Menschenleben hätten gerettet werden können.

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Nicht Gegenstand der Ermittlungen ist demnach das Komplettversagen der Behörden in den ersten drei Tagen nach der Katastrophe. Betroffene schilderten wiederholt, ihre Grundversorgung mit dem Nötigsten und Ersthilfe im Katastrophengebiet sei ausschließlich durch freiwillige Helfer geleistet worden. Erst drei Tage nach der Katastrophe seien Polizei und THW eingetroffen. Auch andere Ungereimtheiten werden offenbar nicht untersucht – etwa, warum Talsperren nicht „vorsorglich“ abgelassen worden waren, nachdem sich das Unwetter mit Starkregen ankündigte. (rk)

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6 Kommentare

  1. Spionageabwehr sagt:

    Muhme Rumpumpel
    Irgendwann kommt die Washingtoner Wetterhexe
    an ihren Meister

  2. Spionageabwehr sagt:

    Der Landvogt hat die Besatzungsmacht unterstützt –
    die will schließlich maximal destabilisieren

    Solange die Besatzer da sind passiert ihm nichts.

  3. Spionageabwehr sagt:

    Seit 1996
    Elektromagnetische Strahlenkanone HAARP

    =>
    1997 verheerende Oderflut
    1998 Hochwasserkatastrophen an Rhein und Neckar
    2002 Jahrhunderthochwasser an der Elbe
    2013 schweres Hochwasser
    2021 bisher schwerste Flutkatastrophe in Deutschland

    Zufall?

  4. […] gestoppt: Amerikanische Kasernen in Deutschland bleiben in Betrieb — zuerstErmittlungen nach der Flutkatastrophe: Nicht nur der Landrat war verantwortlich — zuerstStatistisches Bundesamt: Höchste Inflation in Deutschland seit 1993 — zuerstÖsterreichische […]

  5. frohgemut sagt:

    man soll den landrat nicht zum bauernopfer machen,den auch roger lewentz soll an diesem abend beim krisenstab gewesen sein-auch sollte man klären,wer die rettungshubschrauber wegschickte,den dies sollte man als eine unterlassene hilfeleistung bewerten-die aufarbeitung sollte nicht enden,wie bei der love parade,wo man den oberbürgermeister zum bauernopfer machte und sonst nichts geschah-

  6. […] Ermittlungen nach der Flutkatastrophe: Nicht nur der Landrat war verantwortlich […]

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