Gegen „Grünen Paß“: Demonstrationen in Italien weiten sich aus

29. Juli 2021
Gegen „Grünen Paß“: Demonstrationen in Italien weiten sich aus
International
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Rom. In Italien weiten sich die Demonstrationen gegen den sogenannten „Grünen Paß“ und weitere Verschärfungen der Corona-Regeln aus. Allein im Rom gingen am Dienstag wieder mehrere hundert Menschen auf die Straße. Wegen der Teilnehmerzahl, die über den Erwartungen lag, wurde die ursprünglich vor dem Parlament in Rom geplante Protestkundgebung auf die größere Piazza del Popolo verlegt.

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Die Demonstranten skandierten „Freiheit, Freiheit“ und „Nein zum Grünen Paß“. Organisiert wurde die Kundgebung von der Bewegung „IoApro“ (Ich öffne), der sich inzwischen 15.000 selbstständige Unternehmer und Lokalinhaber angeschlossen haben.

Sie wehren sich gegen die Restriktionen der Regierung, die ihrer Ansicht nach der italienischen Wirtschaft, vor allem der Gastronomie und dem Tourismus, schwere Schäden zufügen. Dem Protest schlossen sich auch die Inhaber von Diskotheken und Tanzlokalen an, die seit einem Jahr zugesperrt sind.

„Wir sind nicht gegen die Impfung, wir sind gegen den Grünen Paß“, betonten die Demonstranten, die Slogans gegen Regierungschef Draghi skandierten. Gastronomen und Lokalinhaber seien nicht in der Lage, die Gültigkeit des Grünen Passes zu kontrollieren, argumentierten die Demonstranten. „Wir sind freie Bürger, die das Leben wie vor zwei Jahren zurückhaben wollen“, sagte Umberto Carriera, Chef der IoApro-Bewegung.

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Die Proteste gehen am Mittwoch weiter. In zwölf italienischen Großstädten, darunter Mailand, Turin und Rom, ist für Mittwochabend ein Fackelzug gegen den Grünen Paß vorgesehen. Weitere Protestaktionen sind am kommenden Samstag geplant.

Hintergrund der anwachsenden Proteste ist die Regelung, wonach ab dem 6. August in Italien unter anderem für Restaurantbesuche im Innenbereich, in Museen, Fitneßstudios und Schwimmbädern ein Impfnachweis, ein 48 Stunden lang gültiger negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig ist. Die Regierung arbeitet unterdessen bereits daran, in den Fernzügen künftig nur noch Passagiere mit „Grünem Paß“ zuzulassen. (mü)

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