Plagiatsjäger nimmt auch Habecks Buch unter die Lupe: Es geht auch ohne Kopieren

28. Juli 2021
Plagiatsjäger nimmt auch Habecks Buch unter die Lupe: Es geht auch ohne Kopieren
Kultur & Gesellschaft
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Berlin/Salzburg. Der Plagiatsjäger Stefan Weber machte die Probe aufs Exempel: nachdem er im Buch der grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock „Jetzt“ zahlreiche nicht als Zitate kenntlich gemachte Passagen aus fremden Veröffentlichungen ausfindig gemacht hat, untersuchte er auch das Buch von Baerbocks Co-Parteichef Robert Habeck. Und siehe da: Politikerbücher können sehr wohl ohne abgekupferte Texte auskommen. Und: offenbar kann man Bücher auch ohne fremde Hilfe schreiben – Baerbock hatte zuletzt behauptet, niemand schreibe ein Buch allein.

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Habeck offenbar schon. Dessen Buch „Von hier an anders“ ist ebenso wie Baerbocks Veröffentlichung in diesem Jahr erschienen, aber: „Im Buch von Herrn Habeck findet sich kein einziges Plagiatsfragment und auch keine einzige unzitierte wörtliche Übernahme aus dem Wahlprogramm der Grünen“, ließ Weber die Medien wissen. Auch sonst verweise Habeck gegen Ende des Buchs darauf, daß für ihn wichtige Wissenschaftler im Buch namentlich zitiert werden, und führe wörtliche Zitate mit Anführungszeichen an.

Auch sonst findet Weber, daß das Buch Habecks aus einer Feder stammt: „Stilometrisch betrachtet habe ich keinen Zweifel daran, daß das Buch von ein und demselben Autor verfaßt wurde. Formal wie inhaltlich liegen Welten zwischen den beiden Büchern, wenn ich das so sagen darf. Das Buch von Herrn Habeck ist in jeder Weise vorbildlich, das von Frau Baerbock in keiner Weise.“

Bei Baerbocks Buch „Jetzt“ soll die Zahl der entdeckten Plagiatsfragmente inzwischen auf rund 50 angestiegen sein. (rk)

Bildquelle: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

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