Polen unterstützt Ungarn: Anti-Pädophilen-Gesetz „hat nichts mit Verfolgung zu tun“

29. Juni 2021
Polen unterstützt Ungarn: Anti-Pädophilen-Gesetz „hat nichts mit Verfolgung zu tun“
International
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Warschau/Berlin. Während in Westeuropa die Kritik an Ungarn teils hysterische Züge annimmt, erhält Budapest im Streit um das jüngst vom ungarischen Parlament verabschiedete Anti-Pädophilen-Gesetz Schützenhilfe aus Polen. Der polnische Botschafter in Berlin, Andrej Przylebski, hat die ungarische Regierung jetzt ausdrücklich verteidigt und erklärte: „Das Recht des ungarischen Parlaments, Schulkinder vor der Beschäftigung mit der homosexuellen Problematik gesetzlich zu schützen, ist evident und unbezweifelbar.“

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Dies habe auch nichts mit Intoleranz zu tun, geschweige denn mit der Verfolgung Homosexueller oder der Beschränkung ihrer bürgerlichen Rechte. Das Gesetz sei seines Wissens auf die Schulausbildung begrenzt, sein Sinn sei also, Kinder vor der Frühsexualisierung zu schützen. „Den Versuch, das ungarische Volk durch die geplante Beleuchtung des Stadions in München während des Fußballspiels Deutschland-Ungarn anzuprangern, finde ich unangebracht und verletzend.“

Mit der Beleuchtung in Regenbogenfarben wollte die Stadt München gegen das ungarische Gesetz protestieren. Der europäische Fußball-Verband UEFA hatte dies jedoch als unzulässige Politisierung der Sportveranstaltung untersagt.

Heftigen Anfeindungen sah sich der ungarische Präsident Orbán am Donnerstagabend in Brüssel ausgesetzt. Der niederländische Regierungschef Mark Rutte stellte dabei die EU-Mitgliedschaft Ungarns in Frage. Und der luxemburgische Präsident Bettel, der selbst offen schwul lebt und seit 2015 mit seinem Partner verheiratet ist, deklamierte an die Adresse Orbáns: „Du hast eine rote Linie überschritten. Das ist nicht das Europa, in dem ich leben möchte.“ (mü)

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6 Kommentare

  1. Irrsinn sagt:

    „Du hast eine rote Linie überschritten. Das ist nicht das Europa, in dem ich leben möchte.“

    Das kann man an die Adresse von Rutte auch sagen.

    Wer pädophilen Sumpf unterstützen will, hat in einer zivilisierter Gesellschaft auch nichts verloren.

  2. Kaffeeschlürfer sagt:

    Von einem „Anti-Pädophilen-Gesetz“ sehe ich hier übrigens nichts. Da werden wieder einmal Dinge miteinander vermischt, die nichts miteinander zu tun haben.

  3. Kaffeeschlürfer sagt:

    Warum sollen eigentlich immer diejenigen auswandern, die einfach nur ihr Leben leben wollen?

  4. Kalle sagt:

    Soll der Bettel den Bettel doch hinschmeißen und auswandern!

  5. […] Polen unterstützt Ungarn: Anti-Pädophilen-Gesetz „hat nichts mit Verfolgung zu tun“ […]

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