Japanische Studie: Ist gesungenes Deutsch besonders gefährlich?

8. Februar 2021
Japanische Studie: Ist gesungenes Deutsch besonders gefährlich?
International
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Tokio. Will man japanischen Musikforschern glauben, dann ist die deutsche Sprache offenbar besonders Corona-trächtig. Das will die Japan Association of Classical Music Presenters (JACMP), die japanische Vereinigung der Darbieter klassischer Musik, jetzt allen Ernstes herausgefunden haben. Sie gab eine Studie in Auftrag und verglich den Ausstoß von Corona-Viren in verschiedenen Darbietungssituationen und abhängig von den dargebotenen Musikstücken.

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Vier männliche Tenöre und vier weibliche Soprane trugen im Rahmen des Feldversuchs in einem Covid-19-gesicherten Labor kurze Soli auf Japanisch, Deutsch und Italienisch vor. Sie sangen dabei Auszüge aus einem beliebten japanischen Kinderlied, Beethovens „Ode an die Freude“ und Verdis „La Traviata“. Dann wurde die dadurch erzeugte Virusbelastung gemessen, die zu einer Corona-Ansteckung führen könnte.

Man ahnt es schon: besonders gefährlich ist Deutsch – auch als Musiksprache. Beim Absingen von Beethovens „Ode an die Freude“ wurden glatt doppelt so viele „Teilchen“ hinausposaunt wie bei dem japanischen Kinderlied. Masakazu Umeda, Generalsekretär der Japan Choral Association, formulierte angesichts der eigenwilligen wissenschaftlichen Erkenntnis eine Warnung gegenüber CBS News: „Wenn wir auf Deutsch singen, raten wir unseren Mitgliedern, mit maximalem Abstand zueinander zu stehen.“

JACMP-Direktor Toru Niwa will das Thema aber offenbar nicht überbewerten – er erklärte, die Studie solle Sänger nicht davon abhalten sollten, während der Corona-„Pandemie“ europäische Musik aufzuführen. Unabhängig von der gesungenen Sprache seien noch keine Virusübertragungen unter den Chören aufgetreten. Dennoch sei Vorsicht geboten: Niwa empfahl, die Sänger sollten sich bei Aufführungen im abwechselnden Karomuster aufstellen, damit „das Risiko erheblich reduziert wird“. (mü)

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