ZUERST!-Recherche: In Syrien erstarkt der „Islamische Staat“

16. Januar 2021
ZUERST!-Recherche: In Syrien erstarkt der „Islamische Staat“
International
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Damaskus. Terrorismus auf dem Vormarsch: Seit Ende Dezember letzten Jahres ist in Deir Ezzor eine Zunahme der terroristischen Aktivitäten der Terrororganisation IS zu verzeichnen. Am 25. Dezember wurden bei einem Terroranschlag auf einen Passagierbus, der auf der Autobahn Palmyra-Deir Ezzor im Osten Syriens unterwegs war, mindestens 25 Menschen getötet. Dies meldete die syrische Nachrichtenagentur SANA. Die „Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ geht davon aus, daß syrische Soldaten in dem Bus waren und insgesamt sogar 37 Menschen getötet wurden. Der IS übernahm die Verantwortung für den Angriff.

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„Es war einer der tödlichsten Angriffe seit dem Fall des IS-Kalifats im vergangenen Jahr“, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdurrahman, gegenüber AFP. Diesem Angriff folgten weitere tödliche Terroranschläge in der Provinz. Bei einem von ihnen wurde Mazzen Hassoun, ein bekannter syrischer General, getötet. Am 30. Dezember griffen Militante erneut Soldaten der syrischen Armee auf der Schnellstraße Deir Ezzor-Homs an.

Es gibt mittlerweile eine ganze Serie von Anschlägen, zu denen sich der IS bekannte: Am 3. Januar griff der IS einen weiteren Bus in derselben Gegend von Kabajib an. Am 12. Januar berichteten die Medien über den Tod von „acht Regimetreuen“ ebenfalls in Deir Ezzor. Es wurde auch berichtet, daß mehrere Militärangehörige gefangen genommen worden seien. Die syrische Armee versucht derzeit, ihre Stellungen in der Wüste zu verstärken, um den Ansturm der Terroristen abzuwehren.

Laut dem syrischen Politikanalysten Hadi Abdullah haben die IS-Terroristen den Druck auf die regulären syrischen Armeeeinheiten in Deir Ezzor drastisch erhöht, nachdem die Einheiten der russischen privaten Militärfirma „Wagner Group“ die Provinz verlassen haben. Die ersten Berichte über den Abzug der Russen erschienen am 23. Dezember. „Es gibt Gerüchte, daß sich der IS auf dem gegenüberliegenden Euphratufer auf den Angriff auf die Stadt und ihre Stadtteile vorbereitet“, so der Syrien-Experte.

Die Wagner-Kämpfer waren diejenigen, die den Kampf gegen Terroristen in verschiedenen Regionen Syriens erfolgreich durchgeführt haben. Die Wagner-Gruppe hat Palmyra zweimal vom IS befreit. Die Gruppe beteiligte sich auch an der Säuberung von Latakia und den östlichen und zentralen Regionen von Aleppo, der zweitgrößten Stadt Syriens, von Terroreinheiten. Die russische Militärfirma spielte somit auch eine entscheidende Rolle bei der Befreiung der Provinz Deir Ezzor v im Jahr 2017. Syrische Quellen behaupten nun, daß der Abzug der Russen katastrophale Folgen für die Region haben könnte.

Es wurde auch berichtet, daß IS-Kämpfer damit begonnen hätten, „sich innerhalb der Stadt zu bewegen und separate Angriffe in Koordination mit den amerikanischen Streitkräften zu starten, besonders aus dem Gebiet von Al-Tanf.“ Der syrische Politikanalyst Osama Danoura betonte, daß „die meisten Angriffe und Unruhen in Deir Ezzor in den letzten Tagen unmittelbar nach dem Abzug der Russen stattfanden“.

Eine offizielle Bestätigung gibt es allerdings vorerst nicht. Wenn die syrischen Berichte jedoch stimmen, dann stellt sich die Frage, warum die russische Wagner-Gruppe Deir Ezzor verlassen hat. Bedeutet dies, daß es Unstimmigkeiten zwischen den syrischen Behörden und den Russen gibt? Oder ist es ein Zeichen dafür, daß eine Offensive in anderen Gebieten geplant ist, in denen die russische Militärfirma jetzt dringender gebraucht wird? Und wird die Wagner-Gruppe ein zweites Mal um Deir Ezzor kämpfen müssen?

Für Europa und vor allem für Deutschland ist der Ausbruch neuer IS-Gewalt in Syrien folgenreich. Eine neue Welle der Gewalt bedeutet neue Migranten, und mit ihnen Terroristen und Extremisten, die sich als „Kriegsopfer“ ausgeben könnten. (CF)

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