Impfgegner sollen nicht behandelt werden: Broder spricht von „Todesstrafe light“

22. Dezember 2020
Impfgegner sollen nicht behandelt werden: Broder spricht von „Todesstrafe light“
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Der Humangenetiker Wolfram Henn hat mit einer – ernstgemeinten – Äußerung in der „Bild“-Zeitung erheblichen Wirbel ausgelöst. Er erklärte dort, Personen, die grundsätzlich eine Corona-Impfung ablehnten, sollten „ständig ein Dokument bei sich tragen mit der Aufschrift: Ich will nicht geimpft werden! Ich will den Schutz vor der Krankheit anderen überlassen! Ich will, wenn ich krank werde, mein Intensivbett und mein Beatmungsgerät anderen überlassen“.

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Der Kölner Rechtsanwalt Ralf Höcker geht auf Facebook sogar noch weiter und erklärte dort: „Wer sich nicht impfen läßt, gefährdet nicht nur sich, sondern die ganze Gesellschaft. Das ist ethisch nicht zu verantworten.“ An Corona erkrankte Impfgegner seien demnach „im Rahmen der Triage nachrangig zu behandeln, wenn ein geimpfter Covid-Patient, bei dem die Impfung nicht gewirkt hat (ja, die Fälle wird es geben) ansonsten medizinisch gleichrangig behandlungsbedürftig ist“.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki kritisierte den Vorschlag Henns in der „Bild“-Zeitung inzwischen als „zutiefst unmenschlich und unethisch“, zudem wäre ein solches Vorgehen verfassungswidrig. Uwe Janssens, Chef der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V., mahnte, Henns Haltung sei „ethisch überhaupt nicht vertretbar“. Janssens betonte, er werde alle Patienten behandeln.

Pointierter äußerte sich der deutsch-jüdische Publizist Henryk M. Broder, der mit Blick auf den Henn-Vorstoß in der „Welt“ von einer „Todesstrafe light“ schreibt, auf die dieser Vorschlag hinauslaufe. Was ihm vorschwebe, wäre „kein absolutes Novum in der deutschen Geschichte, aber doch eine Novität für einen Rechtsstaat, der den Schutz des Individuums nicht von dessen Wohlverhalten abhängig macht“. (rk)

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4 Comments

  1. Pack schreibt:

    Ärzte, Krankenkassen sind Verträge eingegangen mit den Patienten, denn die haben KK-Beiträge bezahlt! Verträge sind aber einzuhalten, Herr Henn!

  2. edelweiß schreibt:

    Der Vorschlag ist kein Grund zur Aufregung,
    sondern wie Herr Broder aufzeigt,
    ein klares Merkmal der von vielen längst als solche erkannten Diktatur eindeutiger Prägung.
    Den Vorschlag als Fanal zum Kampf gegen die Diktatur – das machte Sinn.

    • Lolli schreibt:

      Da hilft nur noch Kampf gegen die Herrschaft der Altparteien nach dem Vorbild der französischen Revolution

  3. Pingback: Impfgegner sollen nicht behandelt werden: Broder spricht von „Todesstrafe light“ – Die Wahrheitspresse

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