Gigantischer Stellenabbau befürchtet: Daimler verlagert Teil der Motorenproduktion nach China

18. November 2020
Gigantischer Stellenabbau befürchtet: Daimler verlagert Teil der Motorenproduktion nach China
Wirtschaft
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Stuttgart. Bahnt sich der nächste große Stellenabbau in deutschen Produktionsstätten an? Es sieht sehr danach aus: Daimler wird ab 2024 einen Teil der Ottomotorenfabrikation an den chinesischen Anteilseigner Geely abgeben. Der Autohersteller erhofft sich Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich.

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Begründet wird die Auslagerung der Produktion damit, einen hocheffizienten, modularen „Weltmotor“ zu schaffen, der vermehrt in Hybridfahrzeugen Verwendung finden soll. Vorerst ist ein Fertigungsvolumen von mehreren hunderttausend Motoren pro Jahr angedacht – bei Erfolg werden diese Kapazitäten weiter ausgebaut. Befüllt werden können diese, dem Ökotrend entsprechend, nicht nur mit Benzin, sondern auch mit „E-Fuels“ oder Wasserstoff.

Insbesondere die Betriebsräte wurden von der Meldung überrascht. Der Betriebsratschef Michael Häberle gibt sich „fassungslos“. Die Entscheidung des Standorts für die zukünftige Fertigung der Motoren sei ohne vorherige Absprache mit den Betriebsräten getroffen worden. Die intensivierte Kooperation zwischen dem chinesischen Produzenten und dem Stuttgarter Autohersteller könnte der Beginn einer groß angelegten Verlagerung der Produktion auf den asiatischen Kontinent darstellen.

Bereits im Oktober wurde für die kommenden Jahre ein Abbau von bis zu 20.000 Stellen bekanntgegeben. Der verschärfte Fokus auf E-Mobilität, die Verlagerung von Stellen ins Ausland und die wirtschaftlichen Folgen der Corona-„Pandemie“ gelten als Gründe für den Stellenabbau. (kd)

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9 Comments

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  2. na,ja schreibt:

    Die Politiker wollen nur nochmals gewählt werden und verteilen schnell ein paar Milliarden an die Autoindustrie, die packt die Koffer und verlagert komplett den Motorenbau weg aus Deutschland. Durch die EU-Pläne(aktuelle Vorschrift: CO2-Wert nur 95 Gramm ab kommendem Jahr) dürfen Autos nur noch 2,2 bis 3,6 Liter auf 100 km verbrauchen. Jedes Gramm mehr CO2 kostet 95.-€
    und das ist das Ende der bisherigen Autoindustrie. So lange wir in der EU verbleiben werden wir nur gemolken, unsere Industrie gezielt zerstört, vielleicht bleibt uns noch ein Fahrrad im Agrarland.

  3. Die grüne Klimarettung kommt voran ! Waren die IG Metaller nicht auch bei den Klimahüpfer ? Der Ausblick für Europa ist alles andere als rosig. Demnach könne das Zeitalter der Unordnung „ein Jahrzehnt sein, in dem es für Europa um alles oder nichts geht“.

  4. Schneifeljupp schreibt:

    Habe gestern eine neue Motorsäge gekauft.
    Zuhause dann das Typenschild gelesen.
    Made bei Stihl in China!

  5. Bernd Sydow schreibt:

    „Die Entscheidung des Standortes für die zukünftige Fertigung der Motoren ist ohne Absprache mit den Betriebsräten (sprich: Gewerkschaften) getroffen worden“, klagt Betriebsratschef Häberle fassungslos.

    Tja, wenn man einen Teich trockenlegen will, darf man nicht die Frösche fragen!

  6. Mike Hunter schreibt:

    Ja, erst Fördergelder kassiert und nun nix wie weg mit dem Knowhow. Schön weiter teuere Mercedes kaufen und deren Expansion zu unseren Lasten bezahlen.

  7. Rolf schreibt:

    Wenn der Betriebsrat und die Gewerkschaften endlich gegen den Green Deal Deutschlands, bzw von der Leyens EU auf die Straße gehen würden, wäre Hoffnung. Bisher schaufeln sich diese Gewerkschaften zusammen mit CDU, SPD und Grünen ihr arbeitsloses Grab.

  8. Spionageabwehr schreibt:

    „Einsparung im dreistelligen Millionenbereich“
    Kein besonders überzeugendes Argument.

    Andererseits:
    Eine Partnerschaft mit China ist in diesen Zeiten nie verkehrt.

  9. Kalle schreibt:

    Das wundert doch nur Spinner und Hirnlose!Wenn Verbrennungsmotoren demnächst nicht mehr zugelassen werden und nur noch für den Export sind, wird man doch sinnvollerweise die Produktion gleich ins Ausland verlagern, wo es auch noch billiger ist. Welche Knalltüten sitzen denn in den Gewerkschaftsvorständen?
    Doch überwiegend Leute, die eine Fabrik nur noch besuchsweise kennen, und denen ihre Ideologie wichtiger ist als die Existenz ihrer Mitglieder.

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