Dämpfer für amerikanische Fracking-Exporte: Uniper will LNG-Terminal nicht mehr

17. November 2020
Dämpfer für amerikanische Fracking-Exporte: Uniper will LNG-Terminal nicht mehr
Wirtschaft
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Düsseldorf. Die amerikanischen Fracking-Expansionspläne haben einen herben Dämpfer erhalten: der Energiekonzern Uniper hat jetzt bekanntgegeben, daß das Interesse der „Marktteilnehmer“ nicht für eine Fortsetzung des in Wilhelmshaven geplanten Flüssigerdgas-Terminals „in bisheriger Form“ ausreicht. „Viele Unternehmen“ wollen sich laut dem Infrastrukturmanagementvize Oliver Giese „derzeit nicht langfristig vertraglich binden“, weshalb das Projekt die Vorgabe der „wirtschaftlichen Berechenbarkeit“ nicht erfülle. Uniper-Vorstandschef Andreas Schierenbeck sprach in diesem Zusammenhang von den „gleichen harten wirtschaftlichen Kriterien“, die in seinem Konzern alle Projekte erfüllen müßten.

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Das in Wilhelmshaven geplante LNG-Terminal sollte eigentlich Teil einer ganzen Infrastruktur für die Anlieferung des teuren und umweltschädlichen amerikanischen Fracking-Gases in Mittel- und Osteuropa werden. Auch in Polen, Litauen, Kroatien sowie im deutschen Brunsbüttel sollen weitere LNG-Terminals errichtet werden. Den meisten von ihnen droht schon jetzt die Unwirtschaftlichkeit – das russische Gazprom-Gas ist einfach preiswerter. In Litauen mußte die Regierung den staatlichen Energieversorger sogar ausdrücklich anweisen, einen Liefervertrag zu schließen.

Die Fracking-Infrastruktur ist ein dezidiert geopolitisches Projekt der USA. So versprach der frühere EU-Kommissionschef Juncker den Amerikanern die vermehrte Abnahme von US-Flüssigerdgas. Das sollte zum einen amerikanische Zölle auf deutsche Autos abwenden – und zum anderen dafür sorgen, daß die US-Staatsführung den Bau der Erdgaspiperline Nord Stream 2 duldet. Die letztere Rechnung ging aber nicht auf – Washington will jede Kooperation zwischen Deutschland und Rußland torpedieren. Daran dürfte sich auch unter einem möglichen US-Präsidenten Biden nichts ändern. (se)

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