Corona und die Kollateralschäden: Zahl der Selbstmordversuche schnellt nach oben

17. November 2020
Corona und die Kollateralschäden: Zahl der Selbstmordversuche schnellt nach oben
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Während die Zahl der am Corona-Virus Verstorbenen auch im zweiten „Lockdown“ mehr als überschaubar bleibt, sind die Kollateralschäden offenbar erheblich. Darauf weist eine Antwort des Berliner Senats auf eine Anfrage des Abgeordneten Marcel Luthe (vormals FDP) hin. Demnach häufen sich in Berlin nämlich die Fälle von versuchtem Selbstmord – und zwar ausgerechnet seit Beginn des ersten „Lockdwon“ im April.

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Der Senat beruft sich auf Fallzahlen der Feuerwehr, die einen dramatischen Anstieg von Selbstmordversuchen belegen. Waren es 2018 noch sieben Einsätze und 2019 drei, kletterten die Fallzahlen für 2020 auf 294 Einsätze – und das nur bis Oktober. Die höchsten Zahlen fielen im August und September an.

Eine vergleichbare Entwicklung wird im übrigen auch aus den USA gemeldet. Demnach befürchten US-Wissenschaftler laut einem „Tagesschau“-Bericht, „daß in den nächsten Jahren bis zu 75.000 Amerikaner zusätzlich entweder durch Alkohol- oder Drogenmißbrauch oder durch Suizid ums Leben kommen werden“.

Jack Westfall, Direktor des Robert Graham Center in Washington, berichtete in einem Skype-Interview der ARD, daß Jobverlust und damit verbundene Existenzängste am häufigsten zu Suizid führten. „Der zweite Faktor ist die tiefgreifende soziale Isolation.“ Dies habe es in der Form noch nie gegeben, nicht in den USA „noch sonst irgendwo“. Die soziale Isolation rufe psychische Störungen hervor und begünstige Suizid und Drogenmißbrauch enorm. (rk)

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Ein Kommentar

  1. edelweiß schreibt:

    Normalerweise weiß das spätestens seit 1954 jeder Psychologe und jeder mit BWL Befaßte, selbst AZUBIS wie Bürokaufleute lernen gleich zu Anfang der Ausbildung die Maslowsche Bedürfnispyramide kennen, ebenso jeder, der sich mit Motivation befaßt.
    Daraus geht genau das hervor.
    Also sind die Folgen den Verantwortlichen definitiv bekannt, zumindest ihren Beratern (treiben ja genug ausbildungslose Politiker ihr Unwesen).
    Warum wohl wird das nicht berücksichtigt?

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