ZUERST!-Hintergrund: Verdacht auf Wahlmanipulation: Wie anfällig ist die Wahl-Software?

16. November 2020
ZUERST!-Hintergrund: Verdacht auf Wahlmanipulation: Wie anfällig ist die Wahl-Software?
International
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Washington. In den USA dringen immer neue Details über Unregelmäßigkeiten bei den zurückliegenden Präsidentschaftswahlen an die Öffentlichkeit durch. Jetzt sorgt die ohnehin umstrittene Wahl-Software Dominion für Spekulationen, das schon länger als technisch anfällig gilt. Ein Cybersicherheitsexperte äußerte jetzt in einer eidesstattlichen Erklärung Bedenken hinsichtlich der Integrität des Systems und brachte externe Schwachstellen ins Gespräch.

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Auch Präsident Trump twitterte mit Blick auf das umstrittene System: „Bericht: Dominion löschte landesweit 2,7 Millionen Stimmen für Trump. Datenanalyse findet 221.000 Pennsylvania-Stimmen, welche von Präsident Trump auf Biden wechselten. 941.000 Trump-Stimmen wurden gelöscht. Staaten, die das Dominion-Wahlsystem verwenden, schalteten 435.000 Stimmen von Trump auf Biden um.“

Dem Augenschein nach wollen sich Trumps Gegner aber von solchen Meldungen nicht aus dem Konzept bringen lassen – die Mitglieder verschiedener Ausschüsse und Behörden für Computer- und Cybersicherheit haben am 12. November ein gemeinsames Statement veröffentlicht und erklären dort: „Es gibt keine Hinweise darauf, daß irgendein Abstimmungssystem Stimmen gelöscht oder verloren hat, Stimmen geändert hat oder in irgendeiner Weise kompromittiert wurde.“

Experten sehen das anders und haben berechtigten Grund, dem Dominion-System zu mißtrauen. Schon 2017 gab es einen Rechtsstreit wegen möglicher Sicherheitslücken des Systems. Auch die Bezirksrichterin Amy Totenberg machte sich noch wenige Wochen vor der Wahl, am 11. Oktober, diese Bedenken zueigen. Sie schrieb, daß der Fall „ernsthafte Sicherheitslücken im System und betriebliche Probleme aufweist, die Kläger und andere Wähler der Gefahr aussetzen könnten, daß ihnen ihr Grundrecht auf eine genaue Auszählung ihrer Stimme genommen wird.“ Schließlich entschied sich die Richterin aber ungeachtet iher Bedenken gegen einen Austausch des ins Gerede gekommenen Dominion-Systems. Sie argumentierte, daß unmittelbar vor den Wahlen „die Durchführung eines solchen plötzlichen Systemwechsels unter diesen Umständen nur Verwirrung bei den Wählern und ein gewisses Maß an tatsächlicher Wahlunterbrechung hervorrufen kann“.

Der Sicherheitsexperte Harri Hursti wurde vor den Wahlen mit der Beobachtung der Wahllokale beauftragt. In einer Expertise vom 24. August setzte er sich mit einigen gravierenden Problemen es Dominion-Systems auseinander, die er bei den landesweiten Vorwahlen in Georgia am 9. Juni und bei der Stichwahl am 11. August beobachtet hatte.

Wörtlich schrieb Hursti: „Die Einstellungen des Scanners und der Software zur Erfassung der Stimmen, die verwendet werden, um zu bestimmen, welche Stimmen auf handschriftlich markierten Papierstimmzetteln gezählt werden sollen, führen wahrscheinlich dazu, daß eindeutige Stimmen nicht gezählt werden. (…) Die Wähler haben keine Möglichkeit, ihre in das Auszählungssystem eingelesene Stimme auf Richtigkeit zu überprüfen. Wegen des fehlerhaften Protokolls ist damit ein richtiger Eingang der Stimme nicht überprüfbar.“

Stutzig machten den Sicherheitsexperten insbesondere unterschiedliche Verarbeitungszeiten an verschiedenen Orten, da identische Geräte „sich nicht unterschiedlich verhalten sollten, während sie die identische Aufgabe des Scannens eines Stimmzettels ausführen“.

Während der Stichwahlen in der Nacht vom 11. August 2020 war Hursti im Wahlvorbereitungszentrum von Fulton County anwesend, um das „Auslesen der von den Bezirken kommenden Speichergeräte auf den Server des Dominion Election Management System [EMS]“ zu beobachten. Er stellte auch bei dieser Gelegenheit fest, daß „Systemprobleme immer wieder auftraten und die Techniker des Dominion, die das System bedienten, mit dem Upload-Prozeß zu kämpfen hatten“.

Besonders beunruhige Hursti aber der Umstand, daß bei dem Wahlgang im August offenbar auf externe Hilfe bei der Fehlerbehebung zurückgegriffen wurde. Dies erweckte in seinen Augen den Endruck, „daß die Fehlerbehebung aus der Ferne durch Fernzugriff auf wichtige Teile des Systems ausgeführt wurde“. Aber wenn „tatsächlich ein Fernzugriff eingerichtet und dem Server gewährt wurde, hat dies schwerwiegende Folgen für die Sicherheit des neuen Dominion-Systems. Der Fernzugriff, unabhängig davon, wie er geschützt und organisiert ist, stellt immer ein Sicherheitsrisiko dar, aber darüber hinaus bedeutet er auch, daß man die Kontrolle abgibt und jede Möglichkeit verhindert, die Aktivitäten zu beobachten.“ (mü)

Bildquelle: Wikimedia/Matt H. Wade @thatmattwade/CC BY-SA 3.0 (Bildformat bearbeitet)

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Ein Kommentar

  1. hans schreibt:

    Mal ehrlich………

    welche Wahl auf dieser Erde wurde nicht ein wenig manipuliert?

    z.B. in der BRiD wissen sie schon um 18.00 Uhr den genauen Wahlausgang, wie geht das ohne Manipulation ?

    Da waren Erichs Wahlen, wenigstens noch ehrlich,jeder wusste das die SED mindestens 90% hatte, auch wenn gar keiner wählen gegangen wäre.

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