Neues von Nawalny

10. Oktober 2020
Neues von Nawalny
International
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Der russische Journalist Juri Dud hat mit einem Interview mit dem russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny für Aufsehen gesorgt. Das Gespräch konzentrierte sich in erster Linie auf die Ausreise Nawalnys in die Charité nach Berlin. Doch selbst Dud, der für seine liberalen oppositionellen Ansichten bekannt ist und Nawalny unterstützt, äußerte Zweifel an der Geschichte, die sein Interviewpartner erzählte.

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Das Gespräch dreht sich vor allem um die Frage, ob Nawalny tatsächlich vergiftet worden sei und ob es sich bei dem angeblichen Gift tatsächlich um „ Nowitschok“ gehandelt hat. Die meisten Experten sind der Meinung, daß “ Nowitschok “ eine Chemikalie ist, die so gefährlich und stark ist, daß es fast unmöglich wäre, eine solche Vergiftung zu überleben.

Aleksandr Perendzhiev, außerordentlicher Professor der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie der russischen Wirtschaftsuniversität Plechanow, erläuterte in dem Zusammenhang, daß „Nowitschok“ das Nervensystem beeinträchtigt, das Opfer nicht atmen kann und unerträgliche Schmerzen erleidet. Auch die Entwickler von „Nowitschok“.haben sich geäußert. Vil Mirzayanov entschuldigte sich gar bei Nawalny. Mirzayanov sagte auch, daß er 1993 einen Mann getroffen habe, der angeblich eine „Nowitschok“-Vergiftung überlebt haben soll. Die von ihm beschriebenen Vergiftungssymptome stimmten laut Mirzayanov mit den von Nawalny beschriebenen Symptomen überein. Aber es gibt auch Kritik: Die Wissenschaftler Leonid Rink und Vladimir Uglev, stimmten mit Mirzayanov nicht überein. Ihrer Meinung nach ist Mirzayanov nicht kompetent und könne die Symptome nicht beurteilen.

In Interviews und Stellungnahmen behauptet Nawalny immer wieder, der russische Präsident Wladimir Putin stecke persönlich hinter dem angeblichen Giftanschlag. Doch solche Aussagen werden vor allem auch in Rußland heftig diskutiert.

Auch den Sprecher des russischen Präsidialamtes, Dimitrij Peskow, greift Nawalny an. Peskow hat in der Vergangenheit mehrfach den Verdacht geäußert, Nawalny könnte mit dem US-amerikanischen Geheimdienst CIA zusammenarbeiten. Nawalny hat solche Anschuldigungen zurückgewiesen. Allerdings: Beobachter gehen davon aus, daß es zumindest zwischen Nawalny und dem deutschen BND zum Kontakt kam.

Gründe gäbe es genug: Nawalny wurde durch seine aufsehenerregende Krankengeschichte zur Schlüsselfigur für das „Nord Stream 2“-Projekt. Die angebliche Vergiftung des russischen Politikers wird von den Gegnern des Pipelineprojekts genutzt, um Stimmung gegen die deutsch-russische Energiekooperation zu machen. (CF)

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2 Comments

  1. R. Fuchs schreibt:

    Über das im Westen genannte „Novichok“ verfügen nicht Weniger als 20 Staaten, und es wurde in etwa 140 Varianten synthetisiert.

    In Nawalnys Biomaterial wurden keine Spuren von „Novichok“ oder sonst einem „Gift“ gefunden. Auch nicht von Ärzten der Charite. Nur „Bundeswehrangehörige“ haben angeblich irgendwelche Spuren „gefunden“.

    „Novichok“ ist ein militärisches Kampfmittel, zur Vernichtung großer mil. Verbände. Das überlebt man nicht. Eine Wasserflasche mit „Novichok“ behandelt in einem Hotel herumstehend hätte nicht nur Navalny getötet. Das ist ein schwachsinniges Szenario.

    Navalny ist kein Oppositionsführer nur ein Blogger, zum Oppositionsführer wurde er nach dem Vorfall vom Westen befördert. Seine Anhänger sind in der Mehrheit nicht Wahlberechtigt.

    Eine Russische Opposition gibt es allerdings wirklich. Und die fragen sich warum ein Navalny nicht längst im Knast sitzt? Warum die Ukraine immer noch nicht besetzt, und von der Nazihunta gesäubert wurde? Warum zum Teufel Putin sich von den Deutschen dermaßen behandeln lässt, und Nordstream nicht längst begraben wurde? Warum die Oligarchen nicht alle im Knast sitzen? Usw.

  2. Bernd Sydow schreibt:

    Tatsache für mich ist, Nawalny wurde vergiftet. Und wahrscheinlich mit dem militärischen Nervengift-Kampfstoff Nowitschok. Aber das bedeutet noch lange nicht, daß der Kreml respektive Putin selbst diesen Giftanschlag veranlaßt hat.

    Nawalny, der Führer der russischen Opposition und ein erklärter Gegner von Putin, bekam während eines Inlandfluges sehr starke Schmerzen und wurde in das Krankenhaus von Omsk eingeliefert. Weshalb er zur Berliner Charite überführt wurde, weiß ich nicht mehr genau, vermutlich weil seine Anhänger den Omsker Ärzten nicht vertrauten. An der Charite wurde dann festgestellt, daß Nawalny vergiftet wurde. Aber schon lange bevor in einem Speziallabor der deutschen Bundeswehr Nowitschok als Ursache identifiziert worden war – ich gehe davon aus, daß diese Meldung der Wahrheit entspricht -, wurde vom Westen der Kreml – sprich Putin – für Nawalnys Vergiftung verantwortlich gemacht.

    Putin soll also befohlen haben, seinen politischen Widersacher töten zu lassen, und das mit „eigenem“ Gift vor den Augen der Weltöffentlichkeit, und obwohl er in der russischen Bevölkerung große Zustimmung genießt, und obwohl das russisch-deutsche Gemeinschaftsprojekt Nord Stream 2 kurz vor der Fertigstellung steht.

    Diese These ist geradezu verrückt! Auch finde ich es ziemlich merkwürdig, daß die übliche Frage „cui bono?“ bis heute nicht gestellt wurde. Historischer Rückblick: Die US-Amerikaner waren die ersten, die eine Atombombe konstruierten und selbige – dann noch eine zweite – zum Einsatz brachten. Die entsprechenden Baupläne wurden von sowjetfreundlichen Spionen an die Sowjetunion verraten.
    Könnte es nicht sein, daß die Herstellung von Nowitschok an die USA verraten wurde und die USA somit auch im Besitz von Nowitschok sind?

    Offene Fragen, die offensichtlich aber nicht gestellt werden – warum wohl?

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