Säbelrasseln im Südchinesischen Meer: Washington plant massive Marine-Aufrüstung

21. September 2020
Säbelrasseln im Südchinesischen Meer: Washington plant massive Marine-Aufrüstung
International
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Washington. Widersprüchliche Signale aus Washington: die USA wollen trotz der Pläne von US-Präsident Trump, US-Truppen aus internationalen Konfliktzonen abzuziehen, an ihrer Rolle als maritime Weltmacht festhalten. Jetzt werden aus dem Pentagon Pläne laut, die auf eine massive Aufrüstung bei den Seestreitkräften hinauslaufen. US-Verteidigungsminister Esper stellte am Mittwoch ein Konzept vor, wonach die Marine in den kommenden Jahrzehnten von derzeit 293 auf 355 Schiffe erweitert werden soll. Zu der modernisierten Flotte sollen „autonome“ Schiffe, U-Boote und Flugzeuge ohne Besatzung gehören.

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In die Modernisierung und Erweiterung der US-Marine sollen dem Konzeptpapier zufolge bis zum Jahr 2045 dutzende Milliarden Dollar gesteckt werden.

Der Plan zielt vor allem darauf ab, die Überlegenheit der US-Flotte gegenüber den chinesischen Seestreitkräften zu sichern. In einer Rede während einer Veranstaltung der im kalifornischen Santa Monica ansässigen Denkfabrik Rand Corporation unterstrich Esper, daß China die größte Sicherheitsbedrohung für die USA sei.

Laut einem vor einigen Tagen veröffentlichten Pentagon-Bericht verfügt die Volksrepublik über die weltgrößte Marineflotte. Sie besteht demnach aus insgesamt 350 Schiffen und U-Booten. Esper betonte jedoch, der chinesischen Marine mangle es an Kampfkraft und technologischen Fähigkeiten. Gleichwohl betrachtet Washington die chinesische Herausforderung mit Argwohn. Der US-Verteidigungsminister bezeichnete den Indo-Pazifik als „Hauptschauplatz“ für die US-Streitkräfte. Die Region sei nicht nur als Drehkreuz des globalen Handels von großer Bedeutung, sie sei auch „das Epizentrum eines großen Machtwettbewerbs mit China“.

In dieser Weltgegend bereiten vor allem chinesische Aktivitäten im eigenen geostrategischen Vorhof den Pentagon-Strategen Sorgen. China beansprucht das Südchinesische Meer, das reich an Rohstoffen ist, als Einflußzone (wie freilich umgekehrt die USA die Karibik). Washington sieht Pekings Ansprüche als illegal an und hat wiederholt Kriegsschiffe in die Region entsandt. (mü)

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Ein Kommentar

  1. Spionageabwehr schreibt:

    Das ist der Kern
    Um diesen Konflikt dreht sich alles andere

    Die USA wollen China militärisch vernichten.
    Wie 1914 England den Handelskonkurrenten Deutschland militärisch vernichten wollte.

    Aber China lässt sich einfach nicht provozieren.
    Den USA fehlt der Vorwand.
    Wenn sie ihn nicht wieder selbst fabrizieren.

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