Wirbel um das neue Sturmgewehr der Bundeswehr: Heckler & Koch ist aus dem Rennen

16. September 2020
Wirbel um das neue Sturmgewehr der Bundeswehr: Heckler & Koch ist aus dem Rennen
National
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Berlin. Die Bundeswehr macht erneut von sich reden – ausnahmsweise aber nicht mit neuen Possen um weibliche Dienstgrade oder die „rechte Gefahr“ in den Kasernen. Diesmal geht es um Essentielles: die Bundeswehr wechselt einen traditionellen Groß-Anbieter ihrer Bewaffnung. Künftig wird nicht mehr der bisherige „Hauslieferant“ Heckler & Koch die Bundeswehr mit Sturmgewehren beliefern, sondern die Thüringer Waffenschmiede C.G. Haenel.

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Nach einem jahrelangen Auswahlverfahren steht die künftige Bewaffnung der deutschen Soldaten so gut wie fest. Die Thüringer Waffenschmiede C.G. Haenel – Neugründung einer Suhler Traditionsfabrik und als kleinerer Außenseiter in das Rennen gestartet – soll das neue Sturmgewehr liefern. Nach dem dazu im Jahr 2017 begonnen Bieterverfahren informierten die Spitzen des Verteidigungsministeriums am Montag Fachpolitiker aus den Reihen der großen Koalition über das Ergebnis von Tests und Prüfserien, die unter Führung des Beschaffungsamtes (BAAINBw) liefen.

Heckler & Koch ist Hersteller des derzeitigen Sturmgewehrs G36. Um dieses hatte es in den zurückliegenden Jahren immer wieder Wirbel gegeben. Verteidigungsministerin von der Leyen verkündete 2015, „daß das G36, so wie es heute konstruiert ist, keine Zukunft in der Bundeswehr hat“. Heckler & Koch hatte daraufhin von der Ministerin unter anderem eine Festlegung auf ein größeres Kaliber gefordert.

Inzwischen ist die Entscheidung gefallen: die von Haenel angebotene Waffe hat sich in den Tests als technisch besser erwiesen, ist zugleich auch im Angebot „wirtschaftlicher“. Haenel liefert der Bundeswehr bereits ein Scharfschützengewehr. Das Unternehmen gehört zur Merkel-Gruppe, die Teil der Tawazun Holding (Vereinigte Arabische Emirate) ist. Daß das Unternehmen von arabischem Geld abhängig sein könnte, störte die Entscheider im Verteidigungsministerium offenbar nicht.

Ein dritter Bieter – Sig Sauer (Eckernförde) – hatte sich noch aus der laufenden Ausschreibung zurückgezogen. Für Heckler & Koch hingegen geht eine Ära zu Ende. Das Unternehmen hat 1959 seine ersten Sturmgewehre an die Bundeswehr geliefert, das damalige G3. Zehn Jahre zuvor war es von ehemaligen Ingenieuren der Mauser-Werke gegründet worden. (rk)

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