Geld stinkt nicht: USA importieren so viel russisches Öl wie lange nicht mehr

15. September 2020
Geld stinkt nicht: USA importieren so viel russisches Öl wie lange nicht mehr
Wirtschaft
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Washington/Moskau. Seit Jahren versuchen die USA, die russisch-deutsche Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 zu torpedieren – angeblich aus Sorge um die europäische Energiesicherheit. Tatsächlich sind die USA bestrebt, ihr eigenes Fracking-Gas auf dem europäischen Markt zu verkaufen. Und während sie offiziell lautstark vor Rußland warnen, steigen hinter den Kullissen die amerikanischen Öl-Importe aus Rußland.

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Trotz Sanktionen und einer neuen Eiszeit zwischen Washington und Moskau erreichten die Importe russischen Rohöls und russischer Erdölprodukte in die USA im Juni 2020 wieder einen Umfang von rund 15,4 Mio. Barrel. Zum Vergleich: 2014 waren es nur 8,2 Mio. Barrel.

Laut dem russischen Zoll haben sich die Exporte von Erdölprodukten aus Rußland in die USA in der ersten Jahreshälfte 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt und erreichten damit den höchsten Stand seit mindestens 2004.

Laut oilprice.com waren die USA damit zweitgrößter Kunde für Rußlands Erdölprodukte – mit einem Anteil von 12 Prozent. Die USA werden nur übertroffen von den Niederlanden mit einem Anteil von 16,3 Prozent an den russischen Ölexporten.

Das enorm gestiegene Interesse an russischem Öl ist pikanterweise eine Folge der eigenen Sanktionen gegen Venezuela, aufgrund derer die Rohölimporte aus diesem Land dramatisch einbrachen. Hinzu kommen die offenbar attraktiven Preise für russisches Öl und entsprechende Ölprodukte. (mü)

Bildquelle: Wikimedia/Government.ru/CC-BY 4.0

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