Schwesig steht hinter Nord Stream 2: „Deutschland muß selbst entscheiden können“

11. September 2020
Schwesig steht hinter Nord Stream 2: „Deutschland muß selbst entscheiden können“
Wirtschaft
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Rostock. Im Tauziehen um die russisch-deutsche Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 hat sich jetzt die mecklenburg-vorpommersche Ministerpräsidentin Schwesig (SPD) zu Wort gemeldet. In einem „Spiegel“-Interview wartet sie mit erfreulich vernünftigen Positionen auf.

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Sie verweist in dem Interview auf die wirtschaftliche Bedeutung der Pipeline und wendet sich mit Nachdruck gegen amerikanisches Fracking-Gas, das als Alternative zum russischen Gas im Gespräch ist.

Schwesig wörtlich: „Wenn wir auf das Gas aus Rußland verzichten, bliebe als Alternative nur Frackinggas aus den USA. Das ist mit Sicherheit ökologisch die schlechtere Alternative und zudem noch teurer. Ich würde mir in der Frage der Energieversorgung mehr Ehrlichkeit wünschen. Schon vor dem Fall Nawalny gab es massive Versuche der USA, Nord Stream 2 zu stoppen. Die Mitarbeiter in unserem Hafen Mukran sind verunsichert, weil US-Senatoren mit Sanktionen drohen. Das zeigt, mit welcher Härte die USA vorgehen, während sie zugleich mehr Öl aus Rußland importieren. Es geht um knallharte wirtschaftliche Interessen. Deutschland muß selbst entscheiden können, woher und auf welchem Weg es seine Energie bezieht.“

Ein Baustopp, so Schwesig, „würde im übrigen nicht nur Rußland, sondern auch Deutschland wehtun. Wir brauchen die Pipeline für die Energieversorgung in Deutschland. Und es sind auch deutsche Firmen am Bau beteiligt.“ (se)

Bildquelle: Wikimedia/Government.ru/CC-BY 4.0

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3 Comments

  1. Bernd Sydow schreibt:

    Ein Für und Wider von Nord Stream 2 kann – denkt man rational – nur aus wirtschaftlich-technischer Perspektive gesehen werden. Genau das tut Ministerpräsidentin Schwesig und beweist damit ein hohes Maß an rationalem Denkvermögen! Im Gegensatz zu Mainstream-Politikern und Mainstream-Journalisten, die Nord Stream 2 nach dem Giftanschlag auf Navalny aus moralischer Perspektive beurteilen – ganz im Sinne der USA.

    Und noch etwas: Hätte Putin seine Zustimmung zur Überführung von Nawalny in die Berliner Charite auch dann gegeben, wenn er für diesen Anschlag verantwortlich wäre? Doch wohl kaum! Deshalb wiederhole ich hier noch einmal die Frage am Schluß meines Kommentars vom 8.9..
    – Wem ist der Mordanschlag auf Navalny von Nutzen? –

  2. Wolfgang Schlichting schreibt:

    Während Herr Söder nichts unternimmt, um 9.500 Arbeitsplätze zu retten, die bei „MAN“ vernichtet werden sollen setzt sich Frau Schwesig mit guten Argumenten für die bei „Nord-Stream-2“ und im Hafen Mukran beschäftigten Mitarbeiter ein, Pluspunkt für die Ministerpräsidentin von MV.

  3. Pack schreibt:

    Wenn manche meinen, sie könnten alle und jeden erpressen, muß man ihnen den Zahn ziehen!

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