Mega-Explosion in Beirut: Riesige Verwüstungen – und die Frage nach der Ursache

7. August 2020
Mega-Explosion in Beirut: Riesige Verwüstungen – und die Frage nach der Ursache
International
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Beirut. Nach der gigantischen Explosion, die sich am Dienstag im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut ereignet hat, wurde inzwischen das Ausmaß der Schäden sichtbar. Nach Aussagen des zuständigen Gouverneurs Marwan Abbud sind durch die Verwüstung Zehntausende Menschen obdachlos. Der finanzielle Schaden wird auf drei bis fünf Milliarden US-Dollar (rund 2,5 bis 4,2 Mrd. Euro) geschätzt, die Zahl der Toten stieg auf mindestens 100, etwa 4000 Menschen wurden verletzt.

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Der Gouverneur teilte Medienvertretern gegenüber mit, zwischen 250.000 und 300.000 Einwohner hätten ihre Unterkünfte verloren.

Die Explosion hat laut Behörden fast die Hälfte der Stadt beschädigt. Große Teile des Hafens wurden vollständig zerstört. Aufnahmen zeigen ein Bild der Verwüstung. Auch angrenzende Wohngebiete wurden stark beschädigt.

Die genaue Ursache der Detonation ist nach offiziellen Quellen nach wie vor unklar. Experten warnen unterdessen vor den Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes, die seit Monaten ohnehin unter einer der schwersten Krisen in der Geschichte des Landes leidet. „Diese Explosion ist der Sargnagel für die Wirtschaft des Libanons und für das Land im Allgemeinen“, sagte ein libanesischer Analyst.

Die Menschen könnten ihre Häuser nicht wieder aufbauen, weil ihnen das Geld fehle. Der Hafen in Beirut sei zudem die Lebensader des Landes. Da dort unter anderem Getreidesilos zerstört worden seien, müsse das Land jetzt mit Hunger und Engpässen bei Brot rechnen.

Nachdem kurz nach der Explosion bereits US-Präsident Trump mit der Einschätzung für Aufsehen sorgte, es habe sich um eine „Art Bombe“ gehandelt, stellen sich unterdessen auch andere die Frage nach der tatsächlichen Ursache der gewaltigen Detonation. Das französische Geopolitik-Portal „voltaire.net“ weist in einem aktuellen Beitrag darauf hin, daß sich in jüngster Zeit mehrere vergleichbare Explosionen ereignet hätten: „Anfang Juli wurde eine neue Waffe gegen 7 iranische Schiffe im Persischen Golf eingesetzt und dann am 4. August im Hafen von Beirut. In den acht Fällen hatte die Rauchwolke nichts mit der Wolke zu tun, die bei konventionellen Explosionen beobachtet wird, sondern bildete einen Pilz wie bei Atomexplosionen. In Beirut hat die Explosion die Erde im Umkreis von 200 Kilometern mit einer Stärke von 3,5 auf der Richterskala beben lassen, laut dem deutschen Geowissenschaftszentrum (GFZ). „Es ist diese Schwingung und nicht die Luftdruckwelle der Explosion, die viele Stadtviertel zerstört hat.“

Israel hatte sich in einer ersten Stellungnahme von der Explosion distanziert und noch am Dienstag erklärt, nichts mit der Detonation zu tun zu haben. (mü)

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3 Comments

  1. Pingback: Endzeit-Umschau – August 2020 – Deutsches Herz

  2. Manfred Moeller schreibt:

    Der Ereignishergang des fatalen Geschehens in Beirut scheint allein schon angesichts des über das Internet verfügbaren Videomaterials (z.B. https://youtu.be/lzRyuDJM8Yo) relativ plausibel.
    Der explosiven Umsetzung des offenbar falsch gelagerten und hierdurch wahrscheinlich brisant gewordenen Ammoniumnitrats (braun-orangefarbene Nitrosegase enthaltener Rauchpilz) – das ist auf den Bildern ebenfalls gut erkennbar – ging ein Explosionsgeschehen von Pyrotechnik, hier beteiligt wahrscheinlich großkalibriges Feuerwerk, insbesondere wohl auch sogenannte Salutbomben, voraus, das anscheinend in der selben Lagerhalle bzw. in unmittelbarer Nähe deponiert war (dunkelgrauer Rauch, durchdrungen von zahlreichen hellen Blitzpunkten, begleitet von fortwährender Explosionsakustik).
    Abgesehen von der enormen Hitzeentwicklung, wodurch infolge der unkontrolliert abbrennenden bzw. explodierenden Pyrotechnik das Ammoniumnitrat ohnehin sensibilisiert gewesen sein mußte, könnte dieses schließlich spätestens durch die auf das Nitrat einwirkenden Blitzbomben eine initiale Zündung erfahren haben. Darin verwendete Kaliumperchlorat-Metallpulver-Blitzsätze entfalten hohe Verbrennungstemperaturen und beachtliche Explosionsgeschwindigkeiten. Im Ergebnis dessen und unter Berücksichtigung der Tatsache, daß im Falle des Ammoniumnitrats bei Umgebungstemperaturen von über 200°C (diese Bedingung scheint vorliegend erfüllt) eine exotherme Zersetzung bis hin zur Detonation erfolgen kann, dürfte es somit zu der sich als verheerende Kettenreaktion zeigenden Katastrophe gekommen sein.

  3. Paul Buchfeld schreibt:

    Ein willkommener Anlass neue Wirtschaftsflüchtlinge ins Land zu holen

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